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Max Verstappen - Formel 1 - GP Emilia Romagna - Imola 2021
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Schmidts F1-Blog: Restart-Prozedur unfair

Schmidts F1-Blog Ein unverdientes Geschenk

Lewis Hamilton und neun weitere Fahrer bekamen durch den Neustart in Imola eine Runde geschenkt. Das ist ein künstlicher Spannungsmacher, der nichts mit Fairplay zu tun hat. Fehler gehören bestraft, meint Michael Schmidt.

Diese Regel ist ein echtes Ärgernis. Wenn ein Rennen unterbrochen wird, dann werden vor dem Neustart alle Rückstände getilgt. Wer eine Runde zurückliegt, bekommt die Runde geschenkt. Das gleiche bei einem Safety-Car. Die überrundeten Fahrer im Konvoi dürfen sich zurückrunden. Das soll die Spannung erhöhen.

Für mich ist das ein unzulässiger Eingriff ins Renngeschehen. Wer eine Runde Rückstand hat, hat sich das selbst eingebrockt. Entweder weil er zu langsam war, oder weil er wie Lewis Hamilton in Imola einen Fehler gemacht hat. Der zweite Teil des Rennens wäre auch ohne die Tilgung sämtlicher Rückstande spannend geworden. Hamilton hätte dann halt um die Plätze 7, 8 und 9 gekämpft.

Welchen Grund gibt es, einem überrundeten Fahrer irgendetwas zu schenken? Die Fahrer in der Führungsrunde sind ja sowieso angeschmiert. Sie verlieren ihren Vorsprung auf der Strecke. Das ist im Sinne der Übersichtlichkeit und der Durchführung okay.

Man kann hinter dem Safety-Car ja nicht die Abstände einfrieren, wie sie zum Zeitpunkt der Neutralisierung waren. Und es verwirrt die Zuschauer auch nur, wenn man wie früher bei einem Neustart die Zeiten addiert. Dann gibt es unter Umständen auf der Strecke Scheinduelle zwischen Fahrern, die in der Wertung weit auseinander liegen. Ich finde, diese Kröte müssen die Fahrer, die vorne liegen, schlucken.

Fernando Alonso - Imola - Formel 1 - GP Emilia Romagna - 2021
xpb
In Imola bekamen nach dem Abbruch alle Fahrer hinten einen Runde geschenkt.

Spannung auf Kosten der Fairness

Es gibt aber keinen Grund, Fahrer zurückrunden zu lassen. Außer den, um künstlich Spannung zu schaffen. Auf Kosten der Fairness. Es bringt auch von den Abläufen keinerlei Vorteile. Bei einem Neustart schon gar nicht. Da werden die Fahrer mit dem Stand des abgebrochenen Rennens losgeschickt, sind also schon richtig sortiert. Der Überrundete hat den Vorteil, dass er schon direkt am Feld dran ist und sich theoretisch zurückrunden könnte, wenn er schnell genug ist.

Bei einer normalen Safety-Car-Phase will man die Überrundeten aus dem Weg haben, um die Spannung für den Re-Start zu erhöhen. Das geht aber auch anders. Anstatt, dass man die Piloten mit Rundenrückstand an allen vorbeischickt, damit sie wieder aufschließen können, kann man sie auch ans Ende der Schlange relegieren. Das geht schneller als die aktuelle Prozedur.

Fehler müssen Konsequenzen haben. Deshalb sind Kiesbetten besser als asphaltierte Auslaufzonen. Imola hat es gezeigt. Sergio Perez, Kimi Räikkönen, Yuki Tsunoda und Carlos Sainz wurden für ihre Ausrutscher bestraft. Das ist auch in Ordnung so. Sie hatten im Gegensatz zu Hamilton das Pech, dass es direkt danach keinen Abbruch gab, bei dem alle Rückstände auf Null gestellt wurden. Irgendwie ist das nicht gerecht.

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