Schmidts F1-Blog

Maldonados beste Entscheidung?

Pastor Maldonado - Lotus - Formel 1 - Test - Bahrain - 28. Februar 2014 Foto: ams 24 Bilder

Pastor Maldonado wollte unbedingt weg von Williams. Jetzt fährt er für Lotus und sagt, er hätte die beste Entscheidung seines Lebens getroffen. Meint er das wirklich ernst, fragt sich Michael Schmidt.

Manchmal wäre ein bisschen Geduld hilfreich. Pastor Maldonado fuhr drei Jahre für Williams. Zwei davon waren ein Reinfall. Das mittendrin bescherte ihm einen GP-Sieg und 45 Punkte. Mehr als der Venezolaner erhoffen durfte, der zwar schnelle Runden drehen kann, im Rennen aber oft die Konstanz und eine gewisse Rennintelligenz vermissen lässt.

Maldonado war nicht mehr aufzuhalten

Die Saison 2013 war ein Reinfall. Doch dafür gab es Gründe. Williams hatte sich technisch einfach verzockt. Man hielt viel zu lange am angeblasenen Diffusor fest, statt zu der Hausfrauenlösung zurückzukehren mit dem Auspuff, der nach innen auf das untere Heckflügel-Element bläst. Der neue Technikchef Pat Symonds hat das Problem des Autos schnell erkannt und es auf den Stand von 2012 zurückrüsten lassen. Und siehe da, es funktionierte. Valtteri Bottas holte noch vier Punkte.

Maldonado war da schon nicht mehr aufzuhalten. Er wollte weg von einem Team, das ihn seiner Meinung nach davon abhielt, Weltmeister zu werden. Lotus war seine erste Adresse, aber er hätte auch bei Sauber angedockt, wenn es mit Lotus nicht geklappt hätte. Sein treuer Sponsor PDVSA wanderte mit, zahlt bei Lotus rund 40 Millionen Euro und bei Williams noch mal das gleiche als Abfindung dazu.

Was müssen sich die beiden jetzt denken, wo Williams wieder ein Siegerauto hat und Lotus so stark unter der Renault-Krise leidet wie Red Bull? Maldonado kann von Glück reden, wenn da nicht einer bei PDVSA den Stecker zieht, weil er sich schlecht beraten fühlt.

Williams technisch gut aufgestellt

Manche werden sagen: Das konnte Maldonado nicht kommen sehen. Dem stimme ich nur zum Teil zu. Es war sicher nicht abzusehen, dass Williams ein so gutes Auto baut, und dass Renault mit seinem Motor so weit danebenliegt. Doch wenn der Sieger des GP Spanien 2012 ein bisschen nachgedacht hätte, dann wäre ihm vielleicht aufgefallen, dass bei Williams die Grundkonstellation stimmt.

Das beginnt beim Wechsel zum neuen Motorenpartner Mercedes und hört bei Pat Symonds als neuem Technikdirektor auf. Das Team ist durch kluge Zukäufe und Rückbesinnung auf alte Stärken technisch so gut aufgestellt wie seit der BMW-Ära nicht mehr. Auch die Sponsoren beißen wieder an. Williams ist halt immer noch ein Markenzeichen in dem Zirkus. Man kann Maldonado nur wünschen, dass Renault die Kurve kriegt. Bei Lotus lässt sich wenigstens sagen: Das ist ein gutes Team.

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