Schmidts F1-Blog

Das sind keine Rennautos

Nico Rosberg - GP Brasilien 2016 Foto: xpb 31 Bilder

Der GP Brasilien lief 35 Runden hinter dem Safety-Car. Der Grund: Leichter, aber dauerhafter Regen. Das ist nicht akzeptabel. Rennautos, die man nicht im Regen fahren kann, sind keine Rennautos, meint Michael Schmidt in seinem Blog.

Leute, da muss sich was ändern. Die Formel 1 macht sich lächerlich. Es waren jetzt wirklich keine Wolkenbrüche, die über Interlagos hereinbrachen. Wir sprechen von leichtem Dauerregen. Es gab ein paar Pfützen, aber lange nicht das, was wir bei vielen Rennen in der Vergangenheit gesehen haben.

Moderne Formel 1-Autos wasserscheu

Trotzdem wurde der GP Brasilien hinter dem Safety-Car gestartet und musste 35 lang hinter dem Safety-Car gefahren werden. Dazwischen flogen 4 Fahrer ziemlich heftig in die Mauer. Ich kritisiere nicht Charlie Whitings Entscheidungen. Sie waren absolut richtig. Die Unfälle von Kimi Räikkönen und Marcus Ericsson hätten aber auch ins Auge gehen können.

Das Problem liegt ganz woanders. Bei den Autos oder den Reifen oder der Gischt oder allem zusammen. Obwohl die modernen Fahrzeuge viel mehr Abtrieb generieren als ihre Ahnen und Urahnen, obwohl die Bodenfreiheit so hoch eingestellt war, dass man unter den Autos durchschauen konnte, obwohl die Antriebsquellen Power annehmen wie ein Straßenmotor, wurden sie zeitweise für die besten Fahrer der Welt unbeherrschbar. Das ist nicht akzeptabel.

Pfeifkonzert von den Tribünen

Die Zuschauer zeigten bei der zweiten Unterbrechung mit dem Daumen nach unten. Völlig zu Recht. Der Witz ist nicht, dass dieses Rennen zwei Mal abgebrochen wurde, sondern dass es abgebrochen werden musste.

Für mich sind Rennautos, die man im Regen nicht fahren kann, keine Rennautos. Das sind Schönwetter-Kutschen. Ein Armutszeugnis. Wer dem Rennsport mit Hybrid-Technik den Anschein geben will, auf der Höhe der Zeit zu sein, der sollte zuerst dafür sorgen, dass man im Regen fahren kann.

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