Pirelli - Mercedes - GP Österreich 2019 - Spielberg Wilhelm
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Schmidts F1-Blog zu den Reifen

Schafft die Reifenmarkierungen ab

Die Idee ist nicht neu. Lasst die Teams individuell unter den fünf Reifenmischungen von Pirelli auswählen. Renault dreht die Schraube der Unberechenbarkeit noch weiter. Schafft die Reifenmarkierungen ab. Dann fischen die Ingenieure noch mehr im Trüben. Das kann den Rennen nur helfen, meint Michael Schmidt.

Wir haben dieses Thema hier schon oft durchgekaut. Je schlechter die Vorbereitung, umso besser die Rennen. Das traf übrigens auch für den GP Ungarn zu. Der halbe Freitag war verregnet. Es gab kaum Longruns. Viele Teams haben den harten Reifen zum ersten Mal im Rennen benutzt. Keiner hatte aussagekräftige Werte, wie lange die Reifen im Rennen halten würden. Prompt gab es sieben unterschiedliche Strategien. Sechs davon waren gut für WM-Punkte.

Unberechenbarkeit wird geschaffen durch ein möglichst großes Angebot und möglichst wenig Information. Deshalb unterstützen wir schon lange die Idee von Racing Point. Pirelli soll für alle Rennen seine fünf Mischungen anbieten. Und die Teams entscheiden individuell, wie sie ihre jeweils 13 Reifensätze pro Fahrer auswählen. Alle Piloten müssen auf dem Reifensatz starten, auf dem sie sich qualifiziert haben. Auch ab Platz 11. Dafür gibt es für das Rennen keine Vorschriften mehr. Jeder kann selbst entscheiden, ob er ein, zwei, drei Mal oder gar nicht stoppt. Auch der Unsinn mit den mindestens zwei unterschiedlichen Reifenmischungen muss weg.

Pirelli - Reifen - GP Ungarn 2019 - Budapest
Wilhelm
Pirelli markiert alle Reifen: die Slicks, Intermediates und Vollregenreifen.

Renaults Vorschlag für die Reifen

Renault dreht das Rad jetzt noch ein Stück weiter. Einsatzleiter Alan Permane schlägt vor, die Reifen nicht mehr zu markieren. So weiß keiner über die Taktik des anderen Bescheid. Die Teams können den Gegner praktisch nicht mehr ausrechnen. Heute weiß man wie bei Valtteri Bottas in Silverstone: Wenn der Mercedes-Pilot zwei Mal hintereinander mit Medium-Reifen fährt, muss er noch ein Mal an die Box. Wüsste der Gegner das nicht, kann er auch nicht taktisch fahren. Und die Zuschauer müssen bis zur Zielflagge spekulieren, ob die Reifen halten und welche Sätze der Fahrer noch in der Hinterhand hat.

Ich höre jetzt schon wieder die Bedenkenträger, die sich ohne Reifenmarkierungen verloren fühlen. Das tun die Ingenieure hoffentlich auch. Es würde sicher die Fehlerquote erhöhen. Und ein Formel 1 ohne Reifenmarkierung ist auch keine neue Erfindung. Bis 2006 wusste man gar nicht, was das ist. Das wurde erst mit dem Reifenmonopol 2007 eingeführt. Man muss ja auch nicht ewig ein Geheimnis daraus machen. Pirelli kann mit der Zielflagge eine Liste veröffentlichen, wer wann mit welchen Reifen gefahren ist. Dann bekämen die Analysen nach dem Rennen ein viel größeres Gewicht. Also mich hat Renault überzeugt.

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