Start - GP Mexiko 2016 sutton-images.com
Lewis Hamilton - GP Mexiko 2016
Sebastian Vettel - GP Mexiko 2016
Verstappen & Ricciardo - GP Mexiko 2016
Force India - GP Mexiko 2016 71 Bilder

Schreck in der ersten Kurve

Glück im Unglück für Mercedes

Für Lewis Hamilton und Nico Rosberg hätte der GP Mexiko schon in der ersten Kurve vorbei sein können. Der eine fuhr mit einem Bremsplatten rechts vorne weiter, der andere mit einer verbogenen Lenkung. Hamiltons Problem hatte dabei nichts mit verglasten Bremsen zu tun.

Wieder ein Doppelsieg für Mercedes. Der sechste in diesem Jahr. Doch er hing am seidenen Faden. Der GP Mexiko hätte nach der ersten Kurve für die Silberpfeile schon vorbei sein können. Lewis Hamilton blockierte beim Anbremsen rechts vorne das Rad. Der Bremsplatten war so schlimm, dass die Ingenieure kurz überlegten, den Weltmeister an die Box zu holen. „Ich hatte Glück, dass da keine Mauer stand“, unkte der Engländer.

Nico Rosberg wurde beim Einlenken in die erste Kurve von Max Verstappen neben die Strecke gedrückt. „Der Einschlag war massiv, viel schlimmer als es im Fernsehen den Anschein hatte“, erzählte Rosberg. Danach stand am Mercedes mit der Startnummer 6 die Lenkung schief. Wenn Verstappen den Mercedes in einem Moment trifft, in dem das Vorderrad eingeschlagen ist, bricht die Lenkstange.

Hamiltons Bremsplatten änderte seine Taktik. „Im freien Training hätten wir das Auto sofort an die Box geholt“, geben die Ingenieure zu. „Hier mussten wir das Risiko abwägen. Wir hatten bis zum Safety-Car-Signal noch nicht genug Daten, wie stark der Reifen bei Rennspeed vibrieren würde. Und er wäre bei einem Stopp nach der ersten Runde wie Ricciardo weit ins Feld zurück gefallen.“

„Als das Rennen wieder freigegeben wurde, haben wir ständig alle Daten gecheckt, um zu beobachten, wie sich die Vibrationen auf das Fahrzeug, vor allem die Vorderradaufhängung auswirken. Der Stopp in Runde 17 war der letzte Moment, den wir noch vertreten konnten.“

Niedriger Reifendruck wirft Hamilton aus der Bahn

Lewis Hamilton erklärte das Missgeschick in der ersten Kurve mit verglasten Bremsen und einem Temperaturunterschied von 150 bis 200 Grad zwischen rechter und linker Vorderradbremse. Er gab sich selbst die Schuld. „Ich bin in der Formationsrunde zu langsam gefahren. Dadurch haben sich die Bremsen zu wenig stark aufgeheizt. Nach sechs Kurven war aber wieder alles in Ordnung.“

Tatsächlich hatte das Bremsproblem nichts mit Hamiltons Ausrutscher in der ersten Kurve zu tun. Das war nach Aussage der Ingenieure bereits am Startplatz gelöst. „Es hat sich auch nicht um ein Verglasen gehandelt. Das bekommt man im Regen, wenn man nicht stark genug bremst und damit nicht genug Temperatur in die Bremsscheibe bekommt. Dann ändert sich dauerhaft die Oberfläche des Materials. Lewis musste nur einmal hart bremsen, um die Temperaturdifferenz an den Vorderradbremsen auszugleichen. Das hat er vor dem Start erledigt.“

Tatsächlich rutschte der Titelverteidiger aus einem anderen Grund aus. Die langsame Gangart in der Formationsrunde ließ den Luftdruck der Reifen zu stark sinken. Damit lag der Mercedes vorne zu tief und hat beim Bremsen auf der welligen Straße aufgesetzt. „Lewis hat nicht zu spät gebremst. Er hatte wegen des Aufsetzens nicht die optimale Bremswirkung.“

Unterschied zwischen Hamilton und Verstappen

Daran macht Mercedes auch fest, dass eine Strafe gegen Hamilton ungerechtfertigt gewesen wäre. „Wenn du das erste Mal die erste Kurve anbremst, dann stehen die Fahrer vor vielen Fragezeichen. Verstappen hat Kurve 1 vorher 49 Mal angebremst. Er wusste, was er tat. Lewis ist nicht geradeaus gefahren, weil er spät gebremst hat um sich zu verteidigen. Das Aufsetzen des Autos hat ihn aus der Bahn geworfen. Verstappen hat spät gebremst, weil das der einzige Weg war, vor Vettel zu bleiben.“

Unverständnis gab es dagegen darüber, dass Verstappen bei der Kollision mit Rosberg im Startgetümmel straffrei blieb. „Er hat Nico von der Strecke geschoben und ihm nicht genug Platz gelassen. Und er hat dabei in Kauf genommen, dass Nicos Auto beschädigt wird.“

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