Schumacher-Brüder legen Streit bei

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Rechtzeitig vor dem Heimrennen auf dem Nürburgring haben Michael und Ralf Schumacher demonstrativ den Familienfrieden verkündet. Derweil ergreift ausgerechnet Juan Pablo Montoya Partei für Michael Schumacher.

"Es gibt keinen Bruderkrieg", betonte der Rekordweltmeister am Donnerstag (26.5.) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Großen Preis von Europa an diesem Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere). Er habe mit Ralf ein nettes Gespräch geführt, nachdem dieser ihn wegen des Überholversuchs wenige Meter vor dem Ziel beim Großen Preis von Monaco heftig kritisiert hatte.

"In keinem Moment vergisst man, dass es der eigene Bruder ist. Und man liebt seinen Bruder", sagte Michael Schumacher. Der Ferrari-Pilot forderte von den Medien ein Ende der Schlagzeilen um einen vermeintlichen Familienstreit: "Hört auf mit dem Schwachsinn!" Die "Bild" hatte Cora Schumacher mit den Worten zitiert: "Ralf darf sich nicht alles gefallen lassen", und sogar Vater Rolf als möglichen Schlichter in die Affäre hineingezogen.

Ralf Schumacher: "Keiner will jemanden verletzen"

Nachdem er vier Tage zuvor noch heftig gegen seinen älteren Bruder gewettert hatte ("Manchmal schaltet Michael sein Gehirn nicht ein"), bemühte sich auch Ralf Schumacher um einen friedlichen Eindruck. Man müsse manchmal in Sekundenbruchteilen entscheiden, und da werde zwangsläufig nicht immer die richtige getroffen.

"Kein Fahrer will den anderen verletzen", betonte der 29-Jährige und erklärte den Bruder-Disput ebenfalls für beendet. "Es ist erledigt, es gibt nichts mehr darüber zu sagen", meinte Ralf und fragte mit einem spitzbübischen Grinsen: "Ist das Spektakel nicht großartig für uns alle?"

Ausgerechnet sein alter Rivale Juan Pablo Montoya hat Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher im Streit mit Bruder Ralf wegen des Überholversuchs in Monte Carlo verteidigt. "Dafür sind wir hier, um anzugreifen", sagte der McLaren-Mercedes-Pilot am Donnerstag am Nürburgring. Er habe zwar die Aktion nicht gesehen, "aber wenn eine Lücke da ist, muss man es versuchen. Wie sonst soll man in Monaco überholen?", meinte der Kolumbianer.

Montoya und Michael Schumacher waren im vergangenen Jahr in Monaco ebenfalls aneinander geraten. Damals war der Kerpener dem damaligen Williams-Piloten in einer Safety-Car-Phase ins Heck gefahren und ausgeschieden.

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