Formel 1: Michael Schumacher in Malaysia

Drei Jahre Pause sind zu viel

Michael Schumacher Foto: xpb 61 Bilder

Michael Schumacher gilt als Regengott. Doch im Regen von Malaysia platzierte sich der Rekordchampion nur auf Platz acht. Nicht zum ersten Mal zeigte sich, dass die drei Jahre Pause doch ihre Auswirkungen zeigen. Schumacher schätzte die Regenreifen falsch ein.

Drei Jahre sind nach Formel 1-Normen eine halbe Ewigkeit. Der Sport, die Autos und die Reifen haben sich in diesen drei Jahren grundlegend geändert. Da hilft Michael Schumacher auch die Erfahrung von 251 GP-Starts nicht. Es gibt da diese Lücke, die er erst wieder mühsam schließen muss.

Reifen falsch eingeschätzt

Beispiel Reifen: Schumacher war von den Regenreifen der Generation 2006 gewohnt, dass diese auf einem Dreirunden-Turn relativ konstant Grip liefern, auch wenn in dieser Zeitspanne immer weniger Wasser auf der Bahn ist. Deshalb legte Schumacher zu Beginn der letzten K.O.-Runde zunächst einmal eine Sicherheitsrunde hin.

Diese war allerdings zu schnell, um die Extremwetterreifen optimal für die zweite fliegende Runde zu konditionieren, und zu langsam, um in der Startaufstellung weiter vorne zu landen. "Als ich in der zweiten Runde richtig attackieren wollte, waren die Reifen schon wieder über ihren Zenit hinaus."

Schwieriger Lernprozess für Schumacher

Der Ex-Champion räumt ein, dass diese Erfahrung wie viele andere zu dem Lernprozess zählt, durch den er sich jetzt halt durchquälen muss. "Morgen weiß ich es besser." Das führt zu der Erkenntnis: "Wenn du drei Jahre weg bist, entwickeln sich die Dinge weiter." Auch Schumacher dachte kurz über den Poker mit Intermediates nach. "Aber es war sehr schwer vorherzusehen, wie viel Wasser innerhalb der verbleibenden Zeit auf der Bahn stehenbleibt. Als ich rausging dachte ich, dass wir es vielleicht hätten riskieren sollen. Doch da war es schon zu spät. So eine Entscheidung triffst du vorher oder gar nicht."

Für sein drittes Rennen nach dem Comeback hat sich Schumacher viel vorgenommen: "Wir sind für beide Bedingungen gut gerüstet." Der siebenfache Weltmeister teilte die Meinung von Rosberg, dass der Mercedes GP im Regen noch eine Spur konkurrenzfähiger ist als auf trockener Straße, obwohl er auch da gewisse Fortschritte feststellen konnte.

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