Schumacher feiert Jubiläum

Schumi rief - fast alle kamen

Schumacher-Party Spa 2011 Foto: xpb 38 Bilder

Michael Schumacher lud das ganze Fahrerlager ins Mercedes-Motorhome ein. Der Anlass lag auf der Hand: Vor 20 Jahren gab der siebenfache Weltmeister sein Formel 1-Debüt in Spa. Zur großen Feierstunde fanden sich fast alle bei Bier und Currywurst bei Mercedes ein.

Das Mercedes-Motorhome platzte aus allen Nähten, als um 18 Uhr Mercedes-Rennleiter Norbert Haug zum Mikrofon griff. Michael Schumacher hatte das Fahrerlager zur großen Feier seines 20jährigen Jubiläums eingeladen und alle kamen. Nach kurzen Ansprachen von Haug, Ross Brawn, Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali und Michael Schumacher wurden die Geschenke überreicht.

Mercedes gab seinem Jubilar ein Foto von seinem Le Mans-Auto. Ferrari hatte die Motorabdeckung des 2004er Ferrari dabei. Darauf standen alle Zahlen, die Schumacher mit Ferrari verbanden. Fünf WM-Titel, 72 GP-Siege, 58 Pole Positions. Und eine Liebeserklärung der Ferrari-Belegschaft an ihren erfolgreichsten Fahrer. Schumacher gewann 13 Rennen mit dem Ferrari F2004 und scherzte: "Dürfen wir das Teil morgen an unseren Mercedes schrauben?"

Eddie Jordan bringt Kupplung als Geschenk

Schumachers erster Teamchef Eddie Jordan kam leicht verspätet. Der heutige Chefkritiker des Altmeisters brachte eine Kupplung mit und hatte die Lacher auf seiner Seite. Der 22-jährige Debütant im Jordan-Ford rollte 1991 in Spa mit defekter Kupplung nach einem Kilometer aus.

Dann eröffnete der Rekordsieger die Party mit einem Bieranstich. Schumacher brauchte fünf Schläge, dann floss das Kölsch aus dem ersten Fass. "Nicht schlecht für einen Anfänger", meinten die Beobachter.

Vettel fehlte bei Schumi-Party

Schumacher hatte gerufen, fast alle kamen. Auch Fahrer, die ihm sonst nicht so gewogen sind. Rubens Barrichello stieß sogar mit einem Glas Bier mit seinem früheren Teamkollegen an. Dabei hatte der Deutsche vor einem Jahr Barrichellos Feier zum 300. GP-Start geschwänzt. Auch Pedro de la Rosa reihte sich in die Reihe der Gratulanten ein. Er hatte sich in der Fahrergewerkschaft GPDA die eine oder andere hitzige Debatte mit Schumacher geliefert.

Sebastian Vettel und Mark Webber fehlten. Red Bull machte Überstunden im Briefingraum. Die technische Besprechung war erst um 20.10 Uhr beendet. Da hatte sich die Partygesellschaft im Mercedes-Motorhome bereits aufgelöst. Schumacher saß mit seinem Vater und seiner Frau Corinna im ersten Stock des silbernen Basislagers.

Schwieriges Jubiläums-Rennen

Ross Brawn bedauerte, dass man seinem Fahrer an diesem Tag nicht die beste Ausrüstung zur Verfügung gestellt habe. Das abgescherte Rad nach drei Kilometern im Abschlusstraining war noch nicht vergessen. "Wir versprechen, es morgen besser zu machen."

Schumacher nahm es nicht krumm. Er hat in 280 Grand Prix gelernt, gelassen mit Enttäuschungen umzugehen. "Ich habe in Spa schon alles erlebt. Mein erstes Formel 1-Rennen, meinen ersten Sieg, meinen siebten WM-Titel. Und jetzt eben das." Nach dem Pech im Training gibt es berechtigte Hoffnungen, dass Schumachers 280. Grand Prix länger dauert als sein erster. Der war in Eau Rouge bereits beendet.

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