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Formel 1: Michael Schumacher in Melbourne

"Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche"

Michael Schumacher lässt sich durch die Kritik nach seinem Comeback nicht verrückt machen. Dass Teamkollege Nico Rosberg schneller war, damit musste er rechnen. Unter Druck setzen lassen will sich der Ex-Champion nicht: "Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche."

Michael Schumacher wirkte am Donnerstag (25.3.) im Fahrerlager von Melbourne entspannt. Auf Fragen nach seiner Befindlichkeit nach dem Comeback in Bahrain antwortet der Mercedes-Pilot mit der ihm eigenen Analytik. Keine Umschweife, keine Entschuldigungen, kein Ausweichen. Das Auto ist noch nicht dort, wo man es haben will. "Wir müssen einiges aufholen. Dass was Nico und ich in Bahrain gezeigt haben, war das, was man dort aus diesem Auto rausholen konnte."

Dass der Abstand zur Spitze etwas größer war als es die Prognosen vermuten ließen, liegt an den hohen Temperaturen beim Saisonstart. "Die Probleme, die wir haben, treten bei Hitze stärker zu Tage." Ohne Details anzusprechen, weiß man was Schumacher meint. Der Mercedes GP W01 beansprucht die Reifen zu stark. Je heißer es ist, umso größer wird die Reifenproblematik.

Mercedes kann sich auf ein Problem konzentrieren

Im Gegensatz zu 2006 kann Schumacher diesmal nur an der Stellschraube Auto drehen. Bridgestone liefert einen Standardreifen und wird schon aus Kostengründen nicht auf Wünsche Einzelner Rücksicht nehmen. Ein zweischneidiges Schwert, wie Schumacher einwirft: "Nur eine Stellschraube zu haben, kann auch ein Vorteil sein. Wenn ich an 2005 denke, da lagen wir auch beim Reifen meilenweit weg. Egal was wir probiert haben, egal wieviele Testkilometer wir abgespult haben, es wurde nicht besser. Jetzt habe ich nur eine Baustelle, an der wir etwas korrigieren müssen."

Das Auto ist das eine Thema, der Vergleich mit Teamkollege Nico Rosberg das andere. Schumacher hat kein Problem damit, an Resultaten gemessen zu werden. So sei nun mal die Welt der Formel 1, und zu seinen Glanzzeiten wurde er ja auch mit anderen verglichen. "Nico ist ein sehr schneller Fahrer. Es ist keine Schande, gegen ihn nach einer Pause von drei Jahren zu verlieren." Schumacher gibt aber auch zu, dass er diesen Umstand gerne ändern würde. Doch auf einen Zeitpunkt will und kann er sich nicht festlegen: "Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche."

Schumacher findet Rhythmus im Rennen

Das Rennen in Bahrain hat gezeigt, dass der Rekordsieger auf einem guten Weg dorthin ist. Der Vergleich der Rennrunden ging nur ganz knapp (25:20) zugunsten von Rosberg aus. Die schnellere Rennrunde fuhr Schumacher. Der Ex-Champion muss noch ein wenig den alten Rhythmus finden. "Im Rennen ist mir das schon ganz gut gelungen. Die Rundenzeiten waren gut, und ich habe keine Fehler gemacht. Nach einer so langen Pause brauche auch ich Zeit, um mich wieder reinzufinden. Beim Setup wie beim Fahrstil. Da geht es um viele kleine Details."

Die Pause, so Schumacher, sei ja keine normale Pause gewesen. "In der Zwischenzeit haben sich ja auch mehrmals die Regeln geändert. Die anderen Fahrer haben das sukzessive miterlebt, sich deshalb nahtlos anpassen können. Für mich war der Schritt von dem 2006er Auto und den 2006er Reifen schon ziemlich groß." Im Augenblick will Schumacher von Siegen nicht träumen, auch wenn es in Melbourne vielleicht schon ein bisschen besser aussehen könnte als in Bahrain.

Schumi wünscht sich nicht unbedingt Regen

Es kommen neue Teile ans Auto, der Streckentyp passt möglicherweise besser zum Fahrzeug, und es sollte insgesamt etwas kühler werden als in Bahrain. Sogar von Regen war die Rede. Schumacher ist allerdings nicht sicher, ob er sich Regen wünschen soll: "Bei den Testfahrten hat es zwar einige Male geregnet, doch der Regen war nie konstant genug, um daraus Rückschlüsse zu ziehen. Außerdem gibt es im Feld mittlerweile auch ein paar andere Jungs, die bei Regen ganz flott fahren können."

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