MIchael Schumacher dpa
GP China 2010
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Formel 1: Michael Schumachers Rennen in China

"Ein Wochenende zum Vergessen"

Michael Schumacher erlebte in China einen der größten Tiefpunkte seiner Karriere. Der als Regengott gefeierte siebenmalige Weltmeister wurde Zehnter und konnte mit Teamkollege Rosberg zu keinem Zeitpunkt mithalten.

Es muss bitter sein. 2006 wurde Michael Schumacher in Shanghai noch als strahlender Sieger im Ziel empfangen. Vier Jahre nach seinem letzten Grand Prix-Erfolg warteten nur die Journalisten, um ihn mit Fragen nach seiner erneuten Niederlage zu bombardieren. Sicher hat Michael Schumacher nicht erwartet, in seiner ersten Formel 1-Saison nach drei Jahren Abstinenz von Anfang an wieder Siege zu feiern. Aber dass er nonstop von seinem jungen Teamkollegen Nico Rosberg abgekocht wird, war wohl nicht in seinen kühnsten Träumen zu erwarten.
 

Schumacher muss Fehler eingestehen

Bisher spielte Schumacher seine Unterlegenheit immer wieder herunter und mimte den glücklichen Sportler, der nach dem Motto "Dabei sein ist alles" antritt. In China gibt Schumacher nun erstmals zu, dass er geknickt ist. "Ich bin frustriert", sagte er. "Das war kein gutes Rennen für mich und von mir."

Zumindest steht er zu seinen Fehlern. Den Grund für sein schlechtes Abschneiden im Vergleich zu Rosbergs drittem Platz, sieht der Mercedes GP-Pilot vor allem in der Strategie. "Ich habe es nicht geschafft, die Boxenstopps richtig zu positionieren", erklärte Schumacher. Den ersten Fehler machte er bereits, als Rosberg mit den Slicks zu Beginn bei einsetzendem Regen draußen blieb, Schumacher aber auf Intermediates wechselte und dann wieder zurückrüsten musste.

Falsche Reifenentscheidungen kosten Zeit

"Ich dachte, das war eine clevere Entscheidung mit den Intermediates", räumt Schumacher ein. Auch am Ende des Rennens stoppte Schumacher als einer der Ersten, um den letzten Satz Intermediates aufzuziehen. Doch auch das sieht Schumacher als Fehler an. "Zum Schluss waren meine Reifen einfach nicht mehr zu gebrauchen." Die Entscheidung, welche Reifen aufgezogen werden, trafen Schumacher und sein Ingenieur gemeinsam.

Trotzdem kann Schumacher nicht alles auf die Reifenproblematik schieben. Der 41-Jährige konnte das Tempo von Rosberg zu keinem Zeitpunkt des Rennens mitgehen. Die Reifenproblematik ist sicher nicht die ganze Erklärung. Pro Runde verlor Schumacher im Schnitt ca. eine Sekunde auf seinen Teamkollegen. Aus dem ursprünglich als Schüler bezeichneten Rosberg wurde nun der Lehrer. Die beiden haben die Rollen getauscht.

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