Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Österreich - Spielberg - Donnerstag - 1.7.2021 xpb
Red Bull - Formel 1 - GP Österreich  - Spielberg - Donnerstag - 1.7.2021
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Red Bull - Formel 1 - GP Österreich  - Spielberg - Donnerstag - 1.7.2021 36 Bilder

Schumacher vs Mazepin: Russe beklagt schweres Auto

Schumachers bestes Rennen Mazepin klagt über schweres Auto

Mick Schumacher ist die Nummer eins bei Haas. Der erste Spielberg-Lauf war neben Portimao sein bislang stärkstes Rennen in der Formel 1. Teamkollege Nikita Mazepin kann nicht schritthalten. Der Russe klagt über ein zu schweres Auto. Der Nachteil ist allerdings minimal.

Bislang ist es eine eindeutige Angelegenheit. Mick Schumacher beherrscht den Teamkollegen sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen. In beiden Fällen steht es 7:1 für den Sohn des siebenfachen Weltmeisters Michael Schumacher. Nikita Mazepin findet noch keinen Anschluss. Und wenn der Russe mal auf der Strecke vorne ist, dann überholt ihn Schumacher. Wie zuletzt beim ersten Rennen in Österreich.

Der Frust bei Mazepin wächst, während auf der Gegenseite das Selbstvertrauen steigt. "Das erste Spielberg-Rennen war neben Portimao mein bislang bestes Rennen in der Formel 1", berichtet Schumacher. "In Portimao war ich besonders zufrieden, weil ich Druck auf Williams ausüben und Latifi sogar überholen konnte. In Österreich waren wir mit dem zweiten Reifensatz fast so schnell wie das Mittelfeld."

Eine Erklärung, warum es auf dem harten C2-Reifen lief, hat der 22-Jährige auch. "Ich war mehr oder weniger allein auf der Strecke. So war ich in der Lage, die Reifen einzuteilen, sie richtig aufzuwärmen und über die Distanz zu bringen. Ich war sogar so schnell, dass ich mir Aston Martin, Alpha Tauri und Alpine vom Leib halten konnte, und keine blauen Flaggen gezeigt bekam."

Mazepin vs. Schumacher - Formel 1 - GP Steiermark - Spielberg - 27. Juni 2021
Wilhelm
Nikita Mazepin sieht sich gegenüber Mick Schumacher wegen eines leicht schwereren Autos im Nachteil.

Mazepin-Renner zu schwer

Und genau darin lag eines der Probleme für den Teamkollegen. Der zweite Haas-Pilot geriet in die Fänge der schnelleren Autos, wurde überrundet und kämpfte deswegen mit fallenden Reifentemperaturen. "Als einmal drei Autos am Stück an ihm vorbei waren, hat er die Reifen nicht mehr ins Fenster zurückbekommen", bedauert Teamchef Guenther Steiner. Schumacher mit einem kleinen Seitenhieb. "Ich habe damit keine Probleme. Nach dem Überrunden sind die Reifen spätestens nach einer Runde wieder da."

Mazepin strauchelt in seiner Debüt-Saison in der Königsklasse. Er sucht nach Erklärungen für das Defizit, und kommt auf sein Chassis zu sprechen. Das sei schwerer als das des Teamkollegen. "Das bringt ein paar Nachteile mit sich, die nicht wegzudiskutieren sind. Bei der Gewichtsverteilung, beim Setup. Da muss ich Kompromisse eingehen." Er schränkt ein. "Die Situation ist nicht inakzeptabel, macht mir aber das Leben schwerer."

Haas bestätigt, dass Mazepin mit einem schwereren Auto leben muss. Mit seinem VF-21 liegt er über dem Mindestgewicht von 752 Kilogramm. "Wir sprechen hier von einem kleinen Unterschied und nicht von zehn oder 20 Kilogramm. Wir liegen ein bisschen außerhalb der Toleranz", sagt der Teamchef. Wir hören, dass der Zeitverlust nicht einmal eine Zehntelsekunde betragen soll. Und vor allem im Renntrimm ist ihm Schumacher pro Runde deutlich voraus.

Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP Steiermark - 26. Juni 2021
Jerry André
Schumacher hat nach acht Rennen den Teamkollegen klar im Griff.

Steiner lobt Schumachers Arbeitsmoral

Sie werden sich fragen, wieso ein Chassis schwerer sein kann als das andere. Um Kosten in der Corona-Krise zu sparen, wurde das 2020er Modell für diese Saison übernommen. Hier und da müssen kleinere Schäden behoben und ausgebessert werden. Und damit steigt automatisch in kleineren Dosen das Gewicht. Ein neues Chassis soll es für Mazepin erst nach der Sommerpause geben. Dann sollte der kleine Gewichtsnachteil der Vergangenheit angehören.

Schumacher muss sich damit nicht herumschlagen, dafür aber mit einer krummen Sitzposition im Auto. In Österreich hofft er auf ein weiteres starkes Rennen. Nach dem Triple-Header gönnt sich der Youngster keine Pause. "Ich werde direkt wieder in den Simulator klettern und trainieren", verrät Schumacher seine Pläne für nächste Woche. "Ich kann im Simulator mit einer Session gleich mehrere Strecken vorbereiten. Klar bevorzuge ich es, in der Realität zu fahren. Aber der Simulator gehört halt zu diesem Job. Deshalb muss ich ihn lieben lernen."

Genau diese Einstellung zeichnet Schumacher aus, sagt Steiner. "Seine Arbeitseinstellung ist herausragend. Damit zieht er das ganze Team mit. Er hat sich bereits zu einer Führungspersönlichkeit entwickelt. Und dazu ist er sehr schnell. Was er letzten Sonntag auf dem zweiten Reifensatz für Rundenzeiten gefahren ist. Es war schon verwunderlich, was mit unserem Auto möglich ist."

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