Michael Schumacher zur Hockenheim-Pleite

"Problem nicht zwischen Lenkrad und Tank"

Michael Schumacher Foto: xpb 31 Bilder

Für Michael Schumacher sollte es eine triumphale Rückkehr nach Hockenheim geben. Am Ende wurde es für den Silberpfeil-Piloten ein mausgrauer neunter Platz. Rückschritte in der Technik, Pech im Qualifying und Strategiefehler im Rennen verhagelten Schumi die Stimmung.

Mercedes GP hatte in Hockenheim Glück im Unglück. Nach dem Stallregie-Skandal um Ferrari verschwanden die Silberpfeile aus den Schlagzeilen. Viele positive Worte konnte man am Hockenheim-Wochenende nicht über die selbsternannte deutsche Nationalmannschaft verlieren.

Schumacher nach Pleite nicht nervös

Nach den massiven Umbaumaßnahmen am Silberpfeil waren die Erwartungen ans Heimspiel groß. Umso größer fiel bei Mercedes GP anschließend auch die Enttäuschung aus. Am Ende konnte sich Schumacher im Rennen von Startplatz elf nur noch bis auf Position neun vorkämpfen.

"Es dürfte für jeden offensichtlich sein, dass das Problem nicht zwischen Lenkrad und Tank liegt, sondern davor und dahinter", klagte der Hockenheim-Rekordsieger. "Wir werden deshalb nicht nervös, aber wir werden uns zusammen setzen, die Gründe analysieren und dann Lösungen finden."

Schumacher überrascht über Strategie-Wechsel

Im Rennen hätte es sogar noch ein paar Plätze weiter nach vorne gehen können, doch eine unglückliche Strategie und ein Problem am Unterboden, das noch aus dem Qualifying stammte, verhinderten einen besseren Zieleinlauf. "Platz sieben wäre drin gewesen", grübelte Schumacher später. Der Ärger hielt sich allerdings in Grenzen.

Nach einem guten Start wurde Schumacher ungewöhnlich früh an die Boxen zum Reifenwechsel beordert. "Der Stopp war zu früh", klagte der Deutsche anschließend. "Unsere Strategie besagte eigentlich, so lange wie möglich draußen zu bleiben. Das hat mich etwas überrascht." Schumacher fiel durch die Strategie auch hinter Teamkollege Nico Rosberg zurück, den er sich in der Startrunde eigentlich schon geschnappt hatte.

Beide Mercedes werden überrundet

Am Ende kam es für das Mercedes-Werksteam sogar noch schlimmer. Beide Silberpfeile wurden von der Spitze überrundet. Nach dem dritten Platz von Rosberg in Silverstone gab es in Hockenheim einen herben Dämpfer.

"Was wir nach meinem Boxenstopp schafften, war das bestmögliche Ergebnis", analysierte Schumi die Situation anschließend nüchtern. "Natürlich hatte ich mir mehr gewünscht, zumal unsere Leistung im Rennen meist besser aussieht als im Qualifying, aber es sollte nicht sein."

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