Michael Schumacher dpa
Formel 1 Australien 2010
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Formel 1: Michael Schumacher Zehnter in Australien

Positives Fazit trotz schlechter Platzierung

Mercedes GP-Pilot Michael Schumacher reist aus Melbourne mit einem mageren Pünktchen für den 10. Schlussrang weiter zum GP nach Malaysia. Trotzdem fällt die Bilanz des siebenfachen Weltmeisters positiv aus.

Michael Schumacher nahm das Rennen wie alle Top-Piloten wegen des kurzen Regenschauers kurz vor dem Start mit Intermediate-Reifen auf. Vom siebten Startplatz aus war der Kerpener in der ersten Kurve prompt unverschuldet in die einzige Startkollision verwickelt: McLaren-Mercedes-Pilot Jenson Button versuchte Fernando Alonso (Ferrari) auf der Innenspur zu überholen und touchierte den Spanier. Der Rammstoß katapultierte Alonso direkt in den Silberpfeil von Michael Schumacher, dessen Frontspoiler dabei beschädigt wurde.

Weil die Rennleitung wegen einer weiteren Kollision zwischen Kobayashi (Sauber), Hülkenberg (Williams) und Buemi (Toro Rosso) das Safety Car auf die Bahn schickte, konnte Schumacher den beschädigten Spoiler zwar unter Gelb wechseln, fiel aber trotzdem auf den letzten Platz zurück.

Rennen nach dem Start gelaufen

"Natürlich war mein Rennen nach dem Startunfall in der ersten Kurve mehr oder weniger gelaufen, denn von da an konnte ich nicht mehr viel ausrichten, was die ganz vorderen Platzierungen betrifft. Die Kollision in der ersten Runden war ein typischer Rennunfall, für den man niemand die Schuld geben kann."

Schumacher duellierte sich nach der Rennfreigabe bis kurz vor Schluss mit dem Toro Rosso von Jaime Alguersuari. "Das Duell hat Spaß gemacht, aber ich hatte kaum Chancen zu überholen, weil der Toro Rosso über einen sehr guten Top-Speed verfügt." Erst in Runde 54 konnte sich Schumacher an dem Spanier vorbeipressen und überholte kurz darauf auch noch Sauber-Pilot Pedro de la Rosa.

Steigerung gegenüber Bahrain

"Ich bin insgesamt nicht unglücklich mit dem Rennen", bilanziert Schumacher. "Wir konnten wettbewerbsfähige Rundenzeiten fahren und waren näher an den Spitzenteams dran als noch im Zeittraining." Schumacher fuhr in der letzten Runde seine schnellste Rundenzeit von 1.29,185 Minuten. Zum Vergleich: Die schnellste Runde von Sieger Jenson Button lag bei 1.29,291 Minuten.

Die Steigerung gegenüber dem etwas enttäuschenden Zeittraining - Rosberg und Schumacher qualifizierten sich für die Startplätze 6 und 7, jedoch mit einem Rückstand von fast neun Zehntelsekunden auf die Pole-Zeit von Button - vermag Schumacher zu erklären: "Wir sind im Qualifying unter Wert geschlagen worden. Bei meinem Auto hatte sich im Zeittraining im Frontspoiler ein Abreißvisier verheddert. Das hat uns zwei bis drei Plätze gekostet, weil die Anströmung an den Flügel gestört war. Auch mein Teamkollege Nico Rosberg hätte sich unter optimalen Bedingungen weiter vorne klassiert."

Schumacher glaubt, dass sein Team im Vergleich zu Bahrain gute Fortschritte gemacht hat: "Wir sind auf einem guten Weg und ich reise mit einem positiven Gefühl aus Melbourne ab."

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