Schumi gegen Quali-Experimente

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Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hat die von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone angestrebte Änderung des Qualifikationsmodus abgelehnt. "In meinen Augen sollte das Qualifying so bleiben, bis man sich wirklich einig und sicher ist, dass man eine Lösung gefunden hat, die jedem zusagt", sagte der Ferrari-Pilot am Donnerstag (13.10.) in Schanghai.

Auch sein Bruder Ralf sprach sich am Rande des Großen Preises von China für eine Beibehaltung des bei TV-Anstalten und Zuschauern umstrittenen Einzelzeitfahrens als Qualifikation aus. "Man sollte so lange dabei bleiben, bis etwas besser funktioniert", forderte der Toyota-Fahrer.

Am 22. Oktober will die Formel-1-Kommission über einen neuen Modus für 2006 beraten. Die neue Form sieht so aus, dass nach zwei 15-Minuten-Einheiten jeweils die fünf langsamsten Fahrer ausscheiden und die letzten Plätze in der Startaufstellung für das Rennen einnehmen. Die übrigen zehn Piloten fahren anschließend 20 Minuten lang ohne Rundeneinschränkung um die Pole Position.

In den vergangenen Jahren war die Qualifikation immer wieder verändert worden. In dieser Saison findet nur ein Einzelzeitfahren statt. Dabei darf jeder Pilot nureine Runde absolvieren. Die Startreihenfolge der Qualifikation hängt von der Platzierung im vorherigen Rennen statt: Der Letzte des Grand Prix muss als erster in die Qualifikation.

"Die Erfahrung der letzten fünf Jahre zeigt, dass es keine Einigung geben kann", meinte Michael Schumacher. "Es wird immer einige geben, die daran etwas auszusetzen haben. Die Frage ist, ob es dann nicht ratsam ist, Kontinuität hinein zu bringen."

In der Formel-1-Kommission sitzen die Teamchefs, Motorenhersteller, Sponsorenvertreter, Rennstreckenbetreiber, FIA-Präsident Max Mosley und Ecclestone. 18 von 26 Stimmen sind notwendig, um den Modus zu verändern. Die anschließende Zustimmung des Weltrats des Automobil-Weltverbands FIA auf seiner Sitzung am 28. Oktober gilt als Formsache.

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