Schumi

Im Auftrag der Sicherheit

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Michael Schumacher ist zum Vorsitzenden der neuen FIA-Stiftung gewählt worden, die die Verteilung von 60 Millionen Dollar aus der Rekordgeldstrafe gegen McLaren-Mercedes im vergangenen Jahr regelt.

Dem "Motor Sport Safety Development Fund" gehören zudem der Präsident des Internationalen Automobilverbandes, Max Mosley, Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, Ferrari-Aufsichtsratsmitglied und Ex-Teamchef Jean Todt sowie Nick Craw, Präsident des Automobile Competition Committee der USA, an.

"Ich bin stolz, einen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Sicherheit im Motorsport rund um die Welt leisten zu können", sagte Schumacher, der seinem Ferrari-Team beim Großen Preis von Monaco am Sonntag wieder am Kommandostand half. Der siebenmalige Weltmeister, der Ende 2006 zurückgetreten war, hatte 2001 den letzten seiner fünf Siege in Monte Carlo eingefahren.

Aktiv nach dem Rücktritt

Auch nach seinem Rücktritt engagiert sich der 39-Jährige weiter in Punkto Sicherheit. "Die FIA hat in ihren Aktivitäten zur Sicherheit bereits eine Menge erreicht, aber die Zuwendungen, die durch diese neue Stiftung verfügbar gemacht werden, werden einen großen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit im Motorsport leisten, besonders in aufstrebenden Motorsport-Märkten", sagte Schumacher.

Der Verwendungszweck des Geldes wird mit dem FIA-Institut abgestimmt. Es soll in Sicherheits-Schulungen für junge Fahrer investiert werden sowie für Trainings-Programme für Offizielle und für die Ausstattung von Motorsport-Anlagen in Ländern, in denen eine finanzielle Unterstützung notwendig ist, hieß es in der FIA-Mitteilung.

Strafe zum Wohle des Motorsports

"Von Anfang an hatten wir beabsichtigt, dass jede Strafe, die McLaren-Mercedes auferlegt wird, zum Wohle der Wurzeln des Motorsports eingesetzt wird", sagte FIA-Präsident Mosley, um dessen eigene Zukunft im FIA-Amt eine außerordentliche Generalversammlung am 3. Juni in Paris entscheidet. Er sei erfreut, dass das Geld in eine sichere Zukunft "unseres Sports" investiert werde. "Der Erfolg unseres Sports auf Top-Niveau hängt von einer starken Basis ab", erklärte Haug: "Diese neue Stiftung wird einen großen Unterschied machen, da wir in die Verbesserung des Trainings und die Fähigkeiten im Motorsport rund um die Welt investieren."

McLaren-Mercedes war im vergangenen Jahr zur der Rekordgeldstrafe verurteilt worden, nachdem Ferrari-Dokumente durch den Ex-Scuderia- Chefmechaniker Nigel Stepney in den Besitz des ehemaligen Chefdesigners Mike Coughlan gelangt waren. Zudem waren den Silberpfeilen alle Punkte der Konstrukteurswertung aberkannt worden. "Ich bin froh, dass die unglücklichen Ereignisse des vergangenen Jahres ein würdiges Projekt ins Leben gerufen haben, von dem alle Aspekte des Motorsports profitieren werden", erklärte Todt.

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