Schumi siegt in Hockenheim

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Ferrari-Star Michael Schumacher hat am Sonntag (30.7.) mit seinem fünften Saisonsieg den Rückstand auf Tabellenführer Fernando Alonso um sechs Punkte auf elf Zähler reduziert.

Bei tropischen Temperaturen um 33 Grad siegte der siebenfache Weltmeister zum vierten Mal beim Großen Preis von Deutschland. Im Ziel betrug sein Vorsprung 0,7 Sekunden auf den Brasilianer Felipe Massa, der den zweiten Ferrari-Doppelsieg der Saison perfekt machte. Für Schumacher war es der insgesamt 89. Grand Prix-Triumph, der fünfte Saisonerfolg und nach Indianapolis und Magny-Cours der dritte Sieg in Folge.

"Dies war ein supertolles Wochenende für uns alle“, sagte Schumacher nach seinem 70. Sieg, den er für Ferrari errungen hatte, "mit einem kleinen Wermutstropfen vielleicht gestern im Qualifying, wo wir nicht die Schnellsten sein konnten. Wieso dies so war, haben wir heute im Rennen gesehen. Wir hatten mehr Benzin an Bord. Was heute hier geschehen ist, war sehr wichtig. Wir haben Boden gut gemacht , und dies zu einem entscheidenden Moment der Saison. Wir hoffen, wir können die Lücke nach vorne in den nächsten Rennen noch weiter reduzieren.“

Beide Ferrari eroberten nach dem ersten, frühen Stopp von Kimi Räikkönen die Führung und gaben sie bis ins Ziel nicht mehr ab.

Der Trainingschnellste Kimi Räikkönen rettete die Ehre von McLaren-Mercedes mit einem stark erkämpften dritten Rang. Der Finne war mit einer Dreistopp-Strategie ins Rennen geschickt worden, nachdem gestern im Zeittrainings fehlerhafterweise nicht genügend Sprit in seinen Silberpfeil getankt wurde. Erstmals fuhr Räikkönen in Runde zehn zum Nachtanken. "Aber mit meinem zweiten Reifensatz bekam ich Probleme. Bals schon warfen die Reifen Blasen“, erklärte der WM-Fünfte. Nach seinem dritten und letzten Stopp in der 55. Runde konnte er sich sogleich den gut aufgelegten Mark Webber im Williams schnappen. Drei Runden später überholte Räikkönen auch noch den bis dahin drittplatzierten Jenson Button im Honda.

Webber schied kurz danach mit einem technischen Defekt aus, sodass die beiden bislang hoch favorisierten Renault von Tabellenführer Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella noch auf den Rängen fünf und sechs die Zielflagge sahen. Die Renault waren nie in der Lage, in das Geschehen an der Spitze eingreifen zu können – die Folge des Verbots des Massendämpfers an der Vorderachse, das in der vergangenen Woche verkündet wurde.

Obwohl das Motodrom bestenfalls zu zwei Drittel gefüllt war, vermeldeten die Veranstalter 68.000 Zuschauer am Rennsonntag. "Schade, dass so viele Plätze frei geblieben waren“, bedauerte auch Schumacher das Fernbleiben der Fans.

Für die Deutschen war es ansonsten kein guter Tag. Bereits in der Startrunde verschätzte sich Ralf Schumacher in der Spitzkehre und kollidierte mit David Coulthard. Dennoch konnte der Toyota-Pilot weiterfahren, musste aber nach der Kollision direkt seine Box ansteuern. Nach seinem ersten regulären Stopp wurde Schumacher erneut an die Boxen zu einer Durchfahrtstrafe gebeten, weil er zuvor das Tempolimit in der Boxengasse überschritten hatte.

Nico Rosberg geriet bereits in der ersten Runde von der Strecke ab, als er eingangs Motodrom in rutschen geriet. Auch Nick Heidfeld steuerte in der ersten Runde die BMW-Box an. "Mein Start war gut, ich konnte in der zweiten Kurve einige Autos auf der Außenseite überholen. Aber dabei bekam ich einen Schlag hinten rechts zu spüren. Danach war mein Hinterreifen platt. Allerdings hat auch meine Bremse etwas abbekommen. Weiterfahren wäre zu gefährlich gewesen.“ Teamkollege Jacques Villeneuve, der Heidfeld aufgefahren war, schied kurz vor Rennhalbzeit mit einem spektakulären Abflug in der Südkehre aus: "Ich stand ständig quer, weil ich nach dem Wechsel der Fahrzeugnase starkes Übersteuern hatte. Ich habe damit zu viel probiert.“

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