Schumi

Tränen beim Abschied

Foto: dpa

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hat ein Comeback erneut kategorisch ausgeschlossen. "Im Moment fühle ich mich so, dass ich kein Lenkrad in die Hand nehmen möchte - außer vielleicht das meines Go-Karts, denn das werde ich auch weiterhin fahren."

"Ansonsten habe ich nicht vor, in irgendwelche neuen Serien zu schlüpfen, sondern ich möchte mir einmal eine Auszeit nehmen, bis mir klar wird, was ich in Zukunft tun will", sagte der Rekord-Weltmeister in einem Interview mit der ARD-Sportschau. Damit beendete der 37-Jährige alle Gerüchte über eine schnelle Rückkehr in den Rennwagen.

Stattdessen wunderte sich Schumacher über die vielen Spekulationen, die sich mit seiner Zukunft beschäftigen. "Das Witzige ist: Bevor ich den Helm offiziell an den Nagel gehängt habe, hat es jede Menge Spekulationen gegeben. Dann hieß es immer: Jetzt erzähl doch mal, dann hören die Spekulationen auf! Das haben wir gemacht, aber die Spekulationen hören nie auf. Das ist einfach so, das ist halt der Lauf der Dinge", sagte er. Nach seinem Formel-1-Rücktritt will sich Schumacher erst einmal um seine Familie kümmern.

Ferrari Days: 45.000 Fans feiern Schumi

Nach seiner letzten Runde am Sonntag (29.10.) im Ferrari weinte der siebenmalige Weltmeister vor Rührung und umarmte seine Mitstreiter Luca die Montezemolo, Jean Todt, Ross Brawn und Rory Byrne herzlich. 45.000 Fans feierten den Rekordweltmeister bei den traditionellen "Ferrari Days" in Monza überschwänglich. "Wir sind nichts - ihr seid alles. In all den Jahren wart ihr unsere Kraft. Grazie, Grazie, Grazie", rief Schumacher in italienischer Sprache den Anhängern zu.

Beim einem Fußball-Benefizspiel der Piloten-Auswahl am Abend schoss Schumacher das erste von drei Toren. Zwei Minuten vor Schluss wurde der Hobbykicker ausgewechselt - und erneut gefeiert. "So etwas erwärmt mir das Herz", sagte er.

Einzigartige Freundschaft

Zuvor hatte Schumacher mit Fiat-Chef Montezemolo und Ferrari- Geschäftsführer Todt auf einer Pressekonferenz, auf der auch Technikchef Brawn verabschiedet wurde, die gemeinsame Zukunft besiegelt. "Die Freundschaft innerhalb unseres Teams ist immer einzigartig gewesen, daher ist es nur logisch und für uns auch eine Verpflichtung, den Weg gemeinsam weiterzugehen. Wie genau meine Rolle dabei aussehen wird, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam definieren", erklärte er und stellte fest: "Es wird eine Beratertätigkeit sein."

"Schumacher wird ein unverzichtbarer Ansprechpartner für strategische Fragen sein. Er wird nicht in der Fabrik, bei Rennen oder Tests präsent sein müssen, aber er wird bei wichtigen Entscheidungen ein unverzichtbarer Ansprechpartner sein. Außerdem hat er ein Auge für junge Piloten. Er hat uns von Kimi schon erzählt, da war der noch gar nicht in der Formel 1", sagte Todt und bestätigte damit auch, dass Schumacher seinen Nachfolger Kimi Räikkönen mit ausgesucht hat.

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