Heikki Kovalainen - Formel 1 - 2013 xpb
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Schumacher und Hülkenberg sagen ab

Kovalainen war nur dritte Wahl bei Lotus

Heikki Kovalainen wird Kimi Räikkönen in Austin und Sao Paulo ersetzen. Bei der Suche nach einer Vertretung für den Iceman war der Finne aber nicht die erste Wahl. Lotus hatte zuvor auch schon Nico Hülkenberg und Michael Schumacher gefragt.

Kimi Räikkönen hat mit seiner kurzfristigen Krankmeldung am Samstagabend für viel Unruhe im Lotus-Lager gesorgt. Kurz vor dem Freien Training zum GP USA wurde endlich eine Entscheidung getroffen. Heikki Kovalainen darf seinen finnischen Landsmann sowohl in Austin als auch in Sao Paulo ersetzen. Das bestätigte der Rennstall aus Enstone am Donnerstag (13.11.2013).

"Der Lotus E21 ist ein Auto, mit dem man Rennen gewinnen und auf das Podium fahren kann, deshalb werde ich alles für die bestmöglichen Resultate geben. Es wird eine Herausforderung sein, so spät im Jahr ins Auto zu steigen - vor dem Hintergrund, dass ich keine Rennen gefahren bin. Aber ich kenne das Team gut, weshalb ich keine Bedenken habe, schnell auf eine gute Pace zu kommen", sagte Kovalainen. Lotus-Teamchef Eric Boullier begründete die Entscheidung mit der "unschätzbaren" Erfahrung, die der 32-jährige Finne mitbringen würde.

Mit insgesamt 109 Grand Prix-Starts kann Kovalainen in der Tat genügend Erfahrung im Formel 1-Auto vorweisen. Ein Sieg, 2008 in Ungarn mit dem McLaren, ist das große Highlight in der Bilanz des Finnen. Zuletzt lief es von den Ergebnissen aber nicht optimal. Vor seiner Degradierung vom Stammpiloten zum Ersatzfahrer bei Caterham im vergangenen Winter blieb Kovalainen 60 Rennen ohne Punkte. In Austin hat er die große Chance das zu ändern. Kovalainen kennt sein neues Team gut. 2006 und 2007 war er bereits beim Lotus-Vorgänger-Rennstall Renault in Enstone unter Vertrag.

Hülkenberg erteilt Lotus Absage

Kovalainen war bei der Suche nach einem Räikkönen-Nachfolger allerdings nicht erste Wahl. Ganz oben auf der Liste der Teamverantwortlichen stand Nico Hülkenberg. Zunächst war der Rheinländer offenbar auch bereit, in Austin und Sao Paulo vom Sauber in den Lotus umzusteigen. Hülkenberg reiste sogar zur Sitzanpassung in die Fabrik nach Enstone, um sich auf die Einsätze vorzubereiten. Doch dann entschied sich der Pilot doch noch kurzfristig um und sagte ab.
 
Über den Grund für den Sinnenswandel kann nur spekuliert werden. Im Fahrerlager von Austin kursierte am Mittwoch das Gerücht, dass Sauber in letzter Minute noch das ausstehende Gehalt des Piloten überwiesen haben soll. Hülkenberg wäre nur aus seinem bestehenden Vertrag mit dem Schweizer Rennstall rausgekommen, wenn sein Arbeitgeber mit den Zahlungen an den Piloten weiterhin im Rückstand gewesen wäre.

Auch Schumi auf der Lotus-Liste

Nach der Absage von Hülkenberg stand offenbar auch ein zweiter deutscher Pilot auf der Liste für den Räikkönen-Ersatz. Wie "Bild" und "Welt" gleichermaßen berichten, haben die Lotus-Verantwortlichen auch bei Michael Schumacher angefragt. Doch die Fans müssen leider auf das Mega-Comeback verzichten. Schumi bleibt weiterhin Formel 1-Rentner. Er lehnte das Angebot ab.

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