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Schumi und Rosberg

Mercedes auf der Suche nach der Zeit

Michael Schumacher - GP Europa - Qualifying - 25. Juni 2011 Foto: dpa 50 Bilder

Die Silberpfeile belegten beim Abschlusstraining zum GP Europa ihre Stammplätze. Nico Rosberg und Michael Schumacher starten von den Plätzen sieben und acht. Allerdings mit 1,3 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Teamchef Ross Brawn hat eine intensive Suche nach der Rundenzeit angeordnet.

25.06.2011 Michael Schmidt

Business as usual bei Mercedes. Nico Rosberg und Michael Schumacher kamen komfortabel ins Top Ten-Finale und landeten dort auf den Positionen sieben und acht. Das sind ihre Stammplätze in der Qualifikation. Die beiden Mercedes-Piloten trennte nur die Winzigkeit von neun Tausendstelsekunden. Ein Indiz dafür, dass Schumacher sich weiter seiner Normalform annähert.

Die einzige Sorge sind die 1,3 Sekunden, die Rosberg und Schumacher von der Spitze trennen. Das waren schon einmal weniger. "Solange es keine großen Änderungen am Auto gibt, ist auch nicht zu erwarten, dass der Abstand geringer wird", stellte Schumacher fest. Für den Abstand gibt es Gründe. "Sicher nicht die Tatsache, dass hier in Valencia alle ihre Motoren auf Rennmodus umschalten müssen. Es sieht so aus, als hätten sich alle neutralisiert", lächelt Ross Brawn. "Höchstens Force India scheint leicht Boden gut gemacht zu haben."

Hinterreifen diktieren Mercedes das Setup

Die Erklärung für den Rückstand liegt in der Sorge um die Hinterreifen begründet. Für den Renntag werden über 30 Grad erwartet. Valencia ist aber auch wegen des Streckenlayouts ein Kurs, auf dem Mercedes das altbekannte Leiden wieder einholen könnte. Es gibt sechs Stellen, in denen aus langsamen Kurven beschleunigt wird. Und es gibt eine Passage, die mehr oder weniger Vollgas geht, gefolgt von einer Haarnadel.

"Da ist es besonders kritisch. In den schnellen Kurven wird der Reifen stark belastet. Bei uns mehr als bei den Top-Autos, weil uns der Abtrieb fehlt. Wenn die Fahrer in der Zielkurve ankommen, haben sich die Hinterreifen stark aufgeheizt. Da kann dann ein hartes Beschleunigungsmanöver im Anschluss dazu führen, dass der Reifen hinüber ist", erklärt Brawn.

Das Problem der Hinterreifen diktierte Mercedes die Abstimmung des Autos. Nicht unbedingt ein Setup, mit dem man auf eine Runde die beste Zeit fährt, sondern eines, das die Hinterreifen am Leben hält. Auch die Fahrer mussten in ihren Qualifikationsrunden pfleglich mit ihren Reifen umgehen. Brawn: "Wir haben sie nur ein Mal rausgeschickt, um die Reifen so wenig wie möglich vorzuschädigen. Unsere Erfahrungswerte zeigen, dass sie dann besser im Rennen halten."

Mercedes mit Vergleichstest in Silverstone

Diese Notlösungen möchten Brawn und sein Technikdirektor Bob Bell bald abstellen. Die Entwicklung für das 2012er Auto ist zwar bereits in vollem Gange, "aber wir brauchen jetzt Lösungen, damit uns die Fehler nächstes Jahr nicht wieder einholen." So wird es in Silverstone zu einem Vergleichstest zwischen zwei Unterböden kommen. Ein Fahrer setzt im Freitagstraining die aktuelle Variante ein, bei der die Auspuffendrohre in der Mitte der Seitenkästen austreten. Der andere wird einen Unterboden testen, bei dem die Endrohre nach Red Bull-Vorbild knapp vor den Hinterrädern abblasen.

"Wir werden uns die Ergebnisse in Bezug auf viele Details anschauen", verrät Brawn. Natürlich im Bezug darauf, welche Lösung mehr Abtrieb bringt. "Die Logik sagt, dass die Red Bull-Variante besser ist. Sonst würden sie nicht vorne fahren. Andererseits weiß bis jetzt noch keiner wie sich das Verbot des Anblasens im Schleppbetrieb des Motors auf die einzelnen Auspuffspielarten auswirkt."

Brawn nennt noch einen anderen wichtigen Vergleichsmaßstab: "Wir werden prüfen, welcher Auspuffaustritt die Hinterreifen mehr aufheizt. Wir haben unsere augenblickliche Lösung als eine mögliche Ursache für unsere Schwierigkeiten mit den Hinterreifen im Verdacht. Auf dem Gebiet wird der Red Bull-Auspuff mit Sicherheit Fortschritte bringen."

Rosberg führt Top-Speed-Liste an

Ross Brawn lässt Ausreden oder Entschuldigungen nicht zu. "Wir sind nicht gut genug. Punkt. Das müssen wir ändern. Wir brauchen Antworten auf viele Fragen. Wenn du zurückliegst, musst du herausfinden, wo du Zeit verlierst. In diesem Prozess befinden wir uns gerade."

Auf den Geraden ist es nicht. Nico Rosberg führte mit 317,5 km/h die Top-Speed-Liste an. "Also lassen wir in den Kurven Zeit liegen", lacht Rosberg gequält und versichert sich bei Schumacher mit einem schnellen Blick. Der nickt zustimmend. Norbert Haug hat noch eine Disziplin ausgemacht, wo Mercedes auf Red Bull dramatisch Zeit verliert: "Sie sind uns in der Traktion klar überlegen. Das summiert sich, bei so vielen Beschleunigungsstellen, wie es hier in Valencia gibt."

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