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Schumi wieder im Pech

Setzt Mercedes jetzt alles auf Rosberg?

Nico Rosberg hat sich mit Rang zwei in Monaco im WM-Kampf zurückgemeldet. Michael Schumacher spielte wieder einmal eine unglückliche Rolle. Bei 57 Punkten Abstand stellt sich die Frage: Setzt Mercedes jetzt alles auf die Karte Rosberg?

Im Qualifying von Monaco erlebte Michael Schumacher noch seine große Sternstunde. Einen Tag später wurde der Rekordchampion in die Realität zurückgeholt. Wieder keine Punkte für den siebenfachen Weltmeister. Wieder spielte die Technik verrückt. Der Benzindruck fiel ab. Ein Filter oder eine Pumpe hatte offenbar den Dienst versagt, wie Mercedes-Sportchef Norbert Haug später erklärte.

Zum fünften Mal Pech für Schumacher

Nach sechs Rennen steht der 43-Jährige nun bei zwei Punkten. Viele Vorwürfe kann man dem Altmeister allerdings nicht machen. In Australien streikte das Getriebe, in Malaysia spielten die Reifen nicht mit, in China war ein Rad nicht richtig montiert, in Bahrain verhinderte ein defekter Heckflügel im Qualifying ein besseres Ergebnis. Nur der Crash mit Senna in Barcelona geht auf das Konto des Piloten.

"Es ist wirklich schade das Rennen auf diese Weise zu beenden", erklärte Schumi nach der nächsten Pleite in Monaco. "Die Enttäuschung ist groß. Ich hatte insgeheim auf einen Platz auf dem Podium gehofft. Ich hoffe jetzt endlich mal auf ein sauberes Rennen in Kanada. Es wird Zeit, dass das Pech ein Ende hat."

Hat Schumacher noch Chancen auf den Titel?

Mercedes-Sportchef Norbert Haug ist ebenfalls nicht glücklich mit der Ausfallquote. "Wir müssen daran arbeiten, dass wir die 100 Prozent Teile-Zuverlässigkeit bekommen. Es hat es schon früher mal gegeben, dass sich das in einer Phase auf einen Fahrer konzentriert. Beide Autos sind natürlich absolut identisch. Wenn man Druck macht und nach vorne will, geht man vielleicht mal in einen Risikobereich. Das müssen wir abstellen und das werden wir auch abstellen."

Ob Pech oder nicht - Mercedes muss sich langsam die Frage stellen, ob man in der WM-Wertung nicht alles auf eine Karte setzen will. Fast ein Drittel der Saison ist vorbei. Mit zwei WM-Zählern hat Schumacher realistisch gesehen keine Chancen mehr auf den Titel. Teamkollege Nico Rosberg ist mit 59 Zählern dagegen mittendrin im WM-Kampf.

Stallorder-Frage - Fahrer wissen was zu tun ist

Haug ist bekannt dafür, keinen seiner Fahrer zu bevorzugen. Aber bei der klaren Ausgangslage stellt sich die Frage, ob Mercedes vom Kommandostand reagieren würde, wenn Schumacher seinem Teamkollegen Punkte im Titelkampf wegnehmen würde? Stallorder ist bekanntlich nicht mehr verboten.

"Geh über die Brücke, wenn Du davor stehst", weicht Haug der Frage zunächst aus. "Ich glaube nicht, dass wir die Order geben würden. Aber ich denke auch, dass unsere Fahrer wissen, wie das dann zu funktionieren hat." Das heißt, dass Teamchef Ross Brawn die Frage schon vorher rechtzeitig klären wird. Spannend wird es nur, wenn Schumi vor seinem ersten Sieg nach dem Comeback steht. Würde er dann im Ernstfall für den Teamkollegen Platz machen?

Nico Rosberg war schon in Monaco nah dran am zweiten Saisonsieg. "Ich denke wir hatten das schnellste Auto über das ganze Wochenende gesehen. Wir wussten, dass die Strecke zu unserem Auto passt. Trotzdem lief es besser als erwartet. Ich freue mich schon auf Kanada, wo wir den Schwung hoffentlich mitnehmen können."

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Mark Webber hat die 70. Ausgabe des Grand Prix von Monaco gewonnen.

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