Schumi wird Talent-Scout

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Der zurückgetretene Formel-1-Rekordchampion Michael Schumacher wird sich demnächst höchstpersönlich auf die Suche nach seinen sportlichen Erben begeben. "Er wird als Talent-Scout im Kartsport für uns arbeiten", sagte Präsident Luca di Montezemolo am Weihnachts-Wochenende.

Das Tätigkeitsfeld des Rennrentners nahm noch weitere Konturen an: Schumacher, der am 3. Januar seinen 38. Geburtstag feiert, soll demnach auch in Entscheidungsprozesse der Scuderia an den Rennwochenenden eingebunden werden. "Wir werden eine Fernverbindung haben, wenn er nicht bei einem Grand Prix ist - er macht auch von zu Hause aus einen Unterschied aus", wurde der neue Technik-Direktor Mario Almondo in Medien zitiert. Schumacher werde Teil der Gruppe sein, die im nächsten Jahr nach zwei vergebenen Anläufen den WM-Titel wieder nach Italien holen will, so der Nachfolger des ehemaligen Chef-Strategen Ross Brawn. "Er weiß alles über die Formel 1 und Rennfahren", sagte Montezemolo über "Berater" Schumacher in der "Gazzetta dello Sport".

Schumacher, der 2000 den ersten von letztlich fünf Fahrer- Weltmeistertiteln für die Scuderia holte und damit eine über zwei Jahrzehnte währende Durststrecke beendete, soll ein eigenes Büro in Maranello bekommen und wird mit allen Freiheiten ausgestattet. "Er kann kommen, wann immer er will", sagte Montezemolo. Schumacher werde auch bei einigen Rennen vor Ort sein, kündigte der Ferrari- Präsident an. Welche es sein werden, verriet er jedoch nicht.

Neben den Tipps für das neue Führungs-Duo mit Almondo und Sportdirektor Stefano Domenicali sowie die Piloten Kimi Räikkönen (Finnland) und Felipe Massa (Brasilien) soll Schumacher auch ein Auge auf den Nachwuchs werfen. Dies hatte Manager Willi Weber bereits vor Wochen in Aussicht gestellt. "Er ist sehr interessiert an seiner neuen Aufgabe", meinte nun Montezemolo, der sich dennoch gewünscht hätte, dass Erfolgsfahrer Schumacher noch ein weiteres Jahr im Ferrari-Cockpit dranhängt. Bange, dass die Italiener nach dem Rücktritt des Rekord-Weltmeisters nicht zu alter Stärke zurückfinden, ist dem Ferrari-Boss und seinen engsten Mitstreitern ganz und gar nicht.

Das gesamte Team wolle nun demonstrieren, was es wert sei, sagte Domenicali. Jeder werde 200 Prozent geben, versprach Almondo. Schumachers Wissen aus 250 Formel-1-Rennen und 91 Siegen ist dabei Gold wert. "Wir werden Profit aus seiner Erfahrung in der Entwicklung eines Formel-1-Wagen schlagen", sagte Almondo, der weiter an dem neuen Renner tüftelt, der voraussichtlich Mitte Januar vorgestellt wird. Zum ersten Mal ohne Schumacher als unumstrittene Nummer 1, dafür aber mit der Zuversicht wie zu besten Zeiten. "Wir haben alles, was wir brauchen und wir werden 2007 gewinnen", sagte Montezemolo.

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