Formel 1: Schweiz noch ohne WM-Punkte

Schweizer wollen Punktemisere beenden

Pedro de la Rosa Foto: xpb 21 Bilder

Aus Schweizer Sicht lief die Formel 1-Saison bisher noch nicht sehr erfolgreich. Weder Toro Rosso-Pilot Sebastien Buemi noch die beiden Sauber-Fahrer konnten bisher einen WM-Punkt verbuchen. In Monaco soll sich das ändern.

"Der Schweizer Nuller muss weg", titelte die Schweizer Tageszeitung "Blick" schon vor dem Rennen in Barcelona. Ohne Erfolg. Die Misere ging auch in Spanien weiter. Weder der talentierte Toro Rosso-Pilot Sebastien Buemi, noch die beiden Sauber-Fahrer Kamui Kobayashi (Japan) und Pedro de la Rosa (Spanien) konnten etwas Zählbares auf ihrem Konto verbuchen. Bis auf das Schweizer Trio blieben in den ersten fünf Rennen nur noch die sechs Piloten der neuen Formel 1-Teams punktelos.

Pleiten, Pech und Pannen für die Schweizer

"Wenn es irgendwo kracht, sind Buemi, Kobayashi und De la Rosa nicht weit weg", klagte Teamchef Peter Sauber nach dem enttäuschenden Saisonstart. In Barcelona wurde Kamui Kobayashi von Robert Kubica (Renault) auf die Hörner genommen, schleppte sich aber immerhin noch auf Rang zwölf ins Ziel. Der Japaner sah damit zum ersten Mal überhaupt die Zielflagge. Teamkollege Pedro de la Rosa wurde am Start ausgerechnet von Sebastien Buemi der Reifen aufgeschlitzt. Die Beschädigungen am Chassis machten eine Weiterfahrt unmöglich.

Dabei sahen die Chancen für Sauber in Spanien gar nicht schlecht aus. Nach guten Trainingsleistungen ging Kobayashi aussichtsreich von Platz zehn ins Rennen. In Monaco ist die Ausgangslage für die weißen Autos deutlich schwieriger. Die Trainingsplätze 16 und 17 verheißen nichts Gutes. Das lange Auto besitzt seine Stärken vor allem in schnellen Kurven, von denen es in Monte Carlo nur eine einzige gibt.

Sauber mit Monaco-Neulingen

Auch die Piloten sind keine ausgesprochenen Monaco-Experten: De la Rosa pilotierte zuletzt 2002 ein Formel 1-Auto im Fürstentum. Kobayashi kennt die engen Gassen am Mittelmeer nur aus der GP2-Perspektive. Prompt landete der Formel 1-Rookie im Training am Donnerstag in der Mauer, nachdem er in der Hafenschikane zu weit auf den Kerb geraten war.

Die besten Chancen, die Schweizer Punkteflaute zu beenden, besitzt wohl Sebastien Buemi. Auf Platz zwölf lag der Toro Rosso-Fahrer im Training nur 1,3 Sekunden hinter der Bestzeit. Wenn vorne ein paar Piloten ausfallen und Buemi fehlerfrei bleibt, könnte das Unternehmen "Punktepremiere klappen".

Simon Amman muss helfen

Moralische Unterstützung aus der Heimat ist übrigens schon auf dem Weg. Doppel-Olympia-Sieger Simon Ammann wird das Schweizer Team am Wochenende auf Einladung von Peter Sauber besuchen. Vielleicht färbt ja etwas Glück von dem Skispringer ab.

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