Sebastian Vettel

"Manche wollten eine schnelle Runde fahren"

Sebastian Vettel - Jerez 2011 Foto: xpb 54 Bilder

Sebastian Vettel griff am Samstag erstmals ins Testgeschehen von Jerez ein. Der sechste Platz in der Zeitentabelle spiegelt sicher nicht das Potenzial des Red Bull wider. Aber um Zeiten ging es dem Weltmeister auch nicht. Von Nick Heidfeld zeigte er sich dennoch beeindruckt.

"Es ist ein Test, nicht mehr und nicht weniger", wiegelte Sebastian Vettel die ersten kritischen Fragen zu seinem Mittelfeldplatz ab. "Wir haben heute einige Runden fahren können und hatten keine Probleme mit dem Auto. Alles in Ordnung heute."

Rückstand kein Grund zur Sorge

Der Champion ist nicht besonders besorgt. Weder über die Platzierung, noch über den Abstand von 1,2 Sekunden zur Bestzeit von Nick Heidfeld. "Manche wollten heute wohl ein paar schnelle Runden fahren. Die anderen sind eher ein bisschen länger draußen geblieben. Wir zählen wohl eher zum zweiten", erklärte Vettel die ungewöhnliche Reihenfolge. Auf einigen zugleich schnellen wie konstanten Longruns konnte der RB7 sein Potenzial allerdings nicht verbergen.

Das wichtigste Thema bei Red Bull waren am Samstag nicht die Bestzeiten sondern die Pirelli-Gummis. "Für alle sind die Reifen noch neu. Da muss man schauen, dass man das Auto auf die Distanz darauf abstimmt." Die Mischung "supersoft", die auf einer schnellen Runde die schnellsten Zeiten ermöglicht, ließ Vettel im Regal. Weicher als "soft" ging er nicht. Lange währt das Vergnügen damit aber nicht: "Mit denen geht es früher oder später irgendwann mal dahin und dann rutscht man sehr viel", grinste der Heppenheimer vielsagend.

Heidfeld muss Rente wohl verschieben

Auch an den Gebrauch des Hybrid-Systems und des verstellbaren Heckflügels muss sich Vettel erst noch gewöhnen. "Das ist nicht so einfach mit dem Heckflügel. Damit verhält es sich ähnlich, wie mit dem F-Schacht im Vorjahr. Als Fahrer will man das natürlich so oft wie möglich nutzen. Wenn die Reifen abbauen, ist das aber nicht so einfach, wie mit frischen Gummis. Da kann man nicht immer gleich den Flügel hochziehen."

Auch KERS sei kein einfaches Thema. "Aber da werden wir uns schon dran gewöhnen", so Vettel. Eine Einschätzung über das aktuelle Kräfteverhältnis wollte der Red Bull-Pilot lieber nicht abgeben. Nur bei Nick Heidfeld war die Sache klar. "Soweit ich heute gesehen habe, hat er einen guten Job gemacht. Er war ganz zügig unterwegs. Das Auto scheint nicht so schlecht zu sein. Das haben wir schon beim letzten Test in Valencia gesehen. Vielleicht kann die Rente noch ein bisschen warten."

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