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Red Bull reagiert auf Probleme

Sebastian Vettel mit Uralt-Auspuff

Red Bull hat auf die Balanceprobleme bei den ersten beiden Grand Prix des Jahres reagiert. Das Auto von Sebastian Vettel ist wieder mit dem Auspuff bestückt, mit dem Red Bull die Testfahrten begonnen hat. Die Endrohre zielen nach innen. Mark Webber verwendet die Version von Malaysia.

Red Bull dreht sich weiter im Kreis. Die Ingenieure suchen nach den Gründen dafür, warum Sebastian Vettel und Mark Webber in den ersten beiden Grand Prix in Australien und Malaysia über Balanceprobleme geklagt haben. Vor allem in der Qualifikation. Vettel hatte dabei mehr Probleme als sein australischer Teamkollege. Das ging so weit, dass der Weltmeister in Malaysia auf den harten Reifen schneller war, obwohl die meisten Fahrer auf der weicheren Mischung eine halbe Sekunde gewonnen hatten.

Mark Webber mit neuerer Version

Das Weltmeisterteam wird deshalb am ersten Trainingstag zweigleisig beginnen. Sebastian Vettel greift auf die Auspuffversion zurück, mit der Red Bull bei den Testfahrten debütierte. Dabei zielen die Auspuffendrohre nach innen auf das untere Heckflügelelement. Sie sind an der Motorverkleidung unterhalb des vorderen Querlenkers der Hinterachse montiert.

Diese Anordnung musste für das Comeback in Shanghai gegenüber den Testfahrten modifiziert werden, da die letzte Version eigentlich illegal war. Die heißen Auspuffgase hatten einige der umliegenden Teile angeschmort und mussten provisorisch durch Schutzschilde und Abdeckung geschützt werden. Das entsprach nicht mehr den strengen Regeln für die Verkleidung.

Mark Webber hält weiter an dem Auspuff fest, mit dem er in Malaysia auf Platz vier gefahren ist. Dabei liegen die Endrohre in einer Stufe in den Seitenkästen. Der Auspuffstrahl zielt auf den Diffusor.

Red Bull rätselt immer noch, was zu den Balanceverschiebungen führt. Der Auspuff ist ein möglicher Unruheherd. Schon bei den Testfahrten war zu beobachten, dass die Red Bull nach dem Umbau auf das neue Auspuffsystem unruhiger in den Kurven lagen. Deshalb der Vergleichstest.

Im Notfall Nachtschicht gefragt

Ohne Testfahrten sind die Teams zu solchen Experimenten gezwungen, wenn sie Probleme lokalisieren wollen. Vettel könnte bei einem negativen Ergebnis notfalls für Samstag auf die neue Auspufflösung umschwenken. Das würde für die Mechaniker allerdings eine Nachtschicht bedeuten. Der Umbau ist extrem aufwendig. Der bange Blick der Red Bull-Ingenieure gilt jetzt dem Wetter. Für Freitag ist Regen vorhergesagt. Auf nasser Strecke könnten die Ergebnisse des Vergleichstest verwässert werden.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen noch einmal alle Auspuffvarianten im Vergleich.

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