Sebastian Vettel nach dem 1. Testtag in Barcelona

Ausgebremst von Reifen und Software

Sebastian Vettel, Red Bull, Formel 1-Test, Barcelona, 19. Februar 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Sebastian Vettel ließ sich am ersten Testtag von Barcelona die viertschnellste Runde notieren. Bestzeiten sind nicht das Ziel des Weltmeisters. Das geplante Programm wurde allerdings von Problemen mit der Software und stark verschleißenden Reifen etwas eingeschränkt.

Sebastian Vettel spult die Testfahrten in diesem Jahr mit der Ruhe eines dreifachen Weltmeisters ab. An den fünf bisher absolvierten Testtagen haben wir fünf verschiedene Piloten von vier verschiedenen Teams an der Spitze der Zeitentabelle gesehen. Das Weltmeister-Team war noch nicht dabei.

Am mangelnden Potenzial liegt es nicht. "Das Abtanken und schnelle Rundenzeiten fahren überlassen wir momentan anderen", grinst der amtierende Champion. Das nach außen nur im Detail veränderte Auto liegt offenbar im Soll. "Das Gefühl passt. Es macht Spaß. Ich komme gut zurecht. Ich bin sogar noch etwas zufriedener mit dem Auto als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr."

Software-Update bremst Vettel

Die Konkurrenz muss gewarnt sein. Auch wenn erst gut ein Drittel des Testprogramms abgespult ist, gibt sich Red Bull selbstsicher. Kein Zeichen von Hektik. Kein Zeichen von technischen Problemen. Nur die Elektronik sorgte in Barcelona für eine kleine Standzeit. Dabei handelte es sich aber nicht um ein Red Bull-Problem. Das Standardbauteil wird ausgerechnet von McLaren geliefert.

"Die Software hat uns ein bisschen lahmgelegt", berichtete Vettel. "Aber damit hatten wohl alle Probleme. Die Elektronik ist ja einheitlich und da wurde wohl in den letzten Tagen ein Update eingespielt. Wie das mit den modernen Autos so ist: Da klappt nicht alles auf Anhieb. Das braucht ein wenig Zeit, bis alles installiert ist und rund läuft."

Reifen behindern Testprogramm

Aber nicht nur die Elektronik-Box schlug dem Weltmeister etwas auf das Gemüt. Auch die Temperaturen in Barcelona waren nicht nach dem Geschmack des Heppenheimers. "Für die Reifen war es leider etwas zu frisch. Die bauen dann sehr schnell ab. Das geht aber allen so. Alle rutschen hier viel herum."

Das Problem, über das auch Konkurrenten wie Alonso und Rosberg klagten: "Man kann leider keine Vergleichsfahrten machen. Dafür halten die Reifen einfach nicht lange genug. Und man muss sich die Reifen ja auch einteilen, weil nicht unbegrenzt verfügbar sind. Aber die Strecke verbessert sich hier traditionell sehr schnell und wir wissen, dass es am ersten Tag immer am schlimmsten ist."

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