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Red Bull - Kamera-Nase - GP Australien 2014
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Sebastian Vettel

Neues Chassis, neues Glück?

Sebastian Vettel ist in Barcelona mit einem neuen Red Bull-Chassis unterwegs. Allerdings handelt es sich laut Chefdesigner Rob Marshall dabei nicht um eine Reaktion auf die Schwierigkeiten des Weltmeisters in den ersten Rennen der Saison.

Rennfahrer sind abergläubische Menschen. Sebastian Vettel ist dabei ein ganz spezieller Fall. Schwarze Katzen versucht der Weltmeister nach eigener Aussage zu meiden. Ins Rennauto steigt der Heppenheimer niemals ohne seine Glücksmünzen im Schuh, die ihn schon seit der Kartzeit begleiten.

Doch in letzter Zeit hat auch das alles nichts geholfen. In den ersten 4 Rennen fuhr Vettel nicht nur den beiden Mercedes hinterher sondern wurde auch von Teamkollege Daniel Ricciardo in den Schatten gestellt. Eine ganz neue Erfahrung für Vettel. In der Formel 1 hatte er seine Teamkollegen bisher immer im Griff.

Sucht Vettel einen Weg aus der Misere?

Als Red Bull jetzt bestätigte, dass der Dauersieger aus dem Vorjahr für Barcelona ein neues RB10 Chassis bekommt, lag der Gedanke natürlich nahe, dass Vettel damit einen weiteren Weg aus der Misere sucht. Chefdesigner Rob Marshall dementiert jedoch, dass es sich dabei um eine kurzfristige Trotzreaktion handelt.

"Es war schon zum Saisonstart geplant, dass Sebastian für Barcelona ein neues Chassis bekommt. Das nächste geht dann an Daniel - irgendwann um Silverstone herum", erklärte der Engländer. Bei Red Bull werden 4 bis 6 Chassis-Röhren pro Jahr gebaut, um bei Beschädigungen genug Ersatz-Monocoques zu haben. "Normalerweise wechseln die Fahrer ein- oder zweimal im Jahr", so Marshall.

Kein Vorteil für Vettel mit neuem Chassis

Dass Vettel mit dem neuen Chassis einen Vorteil hat, glaubt der Ingenieur nicht. "Das sollte nicht der Fall sein. Eigentlich sollten sie alle identisch sein." Marshall gibt aber auch zu: "Die Fahrer sind nicht immer begeistert von einem Chassis-Wechsel. Manchmal hängen sie an einem bestimmten Chassis. Wenn sie einen guten Lauf haben, klammern sie sich so lange wie möglich daran."

Dieses Mal scheint das der Fall aber nicht gewesen zu sein. Die Sicherheitszelle wurde vor dem ersten Einsatz in Spanien in der Fabrik auf Herz und Nieren getestet. In Barcelona werden erstmals alle Aufhängungen, Verkleidungsteile, der Motor und die Flügel angeschraubt. Darunter sind auch einige Technik-Updates. Welche neuen Teile Red Bull genau bringen wird, wollte Marshall allerdings noch nicht verraten.

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