Sebastian Vettel

Red Bull bis Shanghai ohne KERS

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 38 Bilder

Für Red Bull läuft die Vorbereitung bis jetzt fast perfekt. Bei der Aufholjagd auf die etablierten Teams muss das Team von Sebastian Vettel aber zunächst ohne die Zusatzpower des Hybrid-Antriebs auskommen.

Es herrscht Aufbruchstimmung beim Team Red Bull. Neue Regeln, ein neues Auto und ein neuer Fahrer - die Bedingungen für eine große Aufholjagd auf die großen Rennställe könnte kaum besser sein. Doch trotz vielversprechender Testergebnisse will das Team die Erwartungen möglichst nicht in die Höhe treiben.

Schritt nach vorne

"Wir möchten an die Spitze des Mittelfelds", gab Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz als Ziel aus. Neuzugang Sebastian Vettel hofft auf "regelmäßige Punkte und ab und zu mal aufs Podium." Vom Titel will hier noch keiner sprechen: "Wir haben einen großen Schritt gemacht, aber ich sage damit nicht, dass wir eines der Teams sind, das es zu schlagen gilt", dämpfte Vettel im Gespräch mit "formula1.com" die Erwartungen.
 
Die Tiefstapelei wurde am Sonntag allerdings durch die überragende Tagesbestzeit beim Testauftakt in Jerez konterkariert. Über eine Sekunde nahm Vettel den anderen sieben Teams ab. "Im Vergleich mit der Konkurrenz kann man sagen, dass wir einen guten Tag hatten und in einer guten Form sind", so Vettel. Rennen seien aber immer etwas Anderes als Tests.

Schneller mit oder ohne KERS?

Der wichtigste Faktor bleibe dabei die Zuverlässigkeit. Aber auch auf diesem Gebiet laufen die Vorbereitungen nach Angaben des 21-jährigen Heppenheimers bislang nahezu perfekt. Nur beim Thema Hybrid-Antrieb fühlt sich Red Bull noch nicht auf der sicheren Seite. "Wir werden es mindestens in den ersten drei Rennen noch nicht einsetzen", erklärte Vettel.

Er könne zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht sagen, ob der RB5 mit KERS wirklich schneller ist als ohne. "Ich sehe es ein wenig kritisch: Auf der einen Seite ist das System aus technologischer Sicht fantastisch - wie es funktioniert und wie viel Power man daraus ziehen kann. Aber auf der anderes Seite ist es sehr aufwändig und arbeitsintensiv. Es verschlingt hohe Entwicklungskapazitäten und viel Geld."

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