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Sebastian Vettel sieht Mercedes als Favorit

"Paket reicht nicht für mehr Paroli"

Sebastian Vettel sieht für sein Team momentan nur wenig Chancen gegen Mercedes. Die Silberpfeile sind auf der Geraden einfach zu schnell. Für Bahrain sind die Aussichten besonders schlecht. Für die Saison hat der Champion die Hoffnung nicht aufgegeben.

Sebastian Vettel befindet sich aktuell in einer neuen Position. Nachdem der Heppenheimer 4 Jahre am Stück mehr oder weniger das beste Auto unter sich hatte, kann er aus eigener Kraft momentan kaum um Siege kämpfen. In Malaysia reichte es gerade einmal aus, sich den Mercedes von Nico Rosberg ein paar Runden aus der Nähe anzuschauen. Dann zogen die Silberpfeile vorne weg.

Für Bahrain erwartet der Weltmeister erneut Probleme: "Bahrain ist schwierig. Hier gibt es viele Geraden. Am Sonntag wird außerdem Spritsparen wohl wieder ein Thema, deutlich mehr als in Malaysia. Wir haben in den ersten Rennen gesehen, dass Mercedes Favorit ist. Sie haben das stärkste Paket. Sie sind vor allem auf den Geraden ein gutes Stück schneller."

Red Bull kann Mercedes nicht herausfordern

Wann der Red Bull in der Lage sein wird, die silberne Dominanz zu durchbrechen, konnte auch Vettel nicht sagen. "Jede Strecke hat Geraden. Da verlieren wir einfach noch zu viel Zeit. Wir können sie noch nicht herausfordern. Wir müssen uns momentan auf unsere Schwächen konzentrieren. Bei der Fahrbarkeit gibt es immer noch Verbesserungsbedarf. Renault arbeitet hart an der Power. Wichtig ist vor allem, dass wir bei der Zuverlässigkeit dabei sind."

In Malaysia konnte er sich selbst überzeugen, wo sein Auto noch Defitzite hat. Nach dem ersten Boxenstopp lag Vettel direkt im Windschatten von Rosberg. "Der Vergleich war ganz gut. Ich war eine Runde früher an der Box. In den Kurven konnte ich ganz gut dranbleiben, obwohl man beim Hinterherfahren immer etwas Abtrieb vorne verliert. Auf der Geraden ist er leider immer weggezogen. Da ist unser Paket insgesamt noch nicht stark genug, um mehr Paroli zu bieten."

"Nicht mit dem Finger auf Renault zeigen"

Dennoch zeigt sich Vettel in der aktuellen Situation nicht unzufrieden. "Bei den Testfahrten haben alle schon davon geredet, wie wir den Schaden für 2015 in Grenzen halten können. Danach haben wir einige riesige Schritte gemacht. Jetzt müssen wir sicherstellen, dass unsere Schritte auch weiterhin größer sind als die der anderen. Irgendwann müssen wir an ihnen vorbeiziehen. Das Jahr ist noch lang. Alles kann passieren."

Obwohl das Leistungsdefizit augenscheinlich ist, will Vettel die Schuld nicht alleine auf den Motorenpartner schieben. "Man darf mit dem Finger nicht immer nur auf Renault zeigen. Wir sind bei den Wintertests einfach viel zu wenig gefahren. Unsere Probleme aus Australien, Malaysia und jetzt immer noch, sind Sachen, die am Anfang aussortiert werden müssen. Die Probleme hatte Mercedes vielleicht am Anfang auch, aber sie konnten die Tests nutzen, um eine ganz andere Basis zu schaffen."
 
Auf Probleme bei der silbernen Konkurrenz will Vettel nicht hoffen. Ihm ist egal, ob Rosberg oder Hamilton gewinnen. "Ich habe mir die Tabelle gar nicht angeschaut. Nicht weil es nicht läuft. Ich schaue immer erst zur Halbzeit richtig auf die Tabelle. Wir müssen auf uns selbst schauen und dürfen uns nicht auf andere versteifen."

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