Sebastian Vettel - 18-Zoll - Pirelli-Reifen - Test - Silverstone - 2021 Pirelli
Formel 1 - Auto - 2022 - 1:1-Modell - GP England - Silverstone
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Sebastian Vettel: Erster Test mit 18"-Reifen

Vettel lobt neue 18-Zoll-Reifen Schneller in langsamen Kurven

Sebastian Vettel durfte nach dem GP England in Silverstone erstmals die 18-Zoll Reifen für 2022 ausprobieren. Sie bieten nach Aussagen des vierfachen Weltmeisters mehr Grip in langsamen und mittelschnellen Kurven, verschlechtern aber auch die Sicht nach vorne.

Die 2022er Saison nimmt langsam Formen an. Die meisten Teams haben bereits die Reißleine gezogen und entwickeln nun mit Volldampf das neue Auto. Das F1-Management hat in Silverstone ein Modell davon gezeigt.

Die Teams testen alle paar Wochen Pirellis 18 Zoll-Reifen. In Silverstone waren es Haas, Red Bull und Aston Martin, in Budapest dann Mercedes, McLaren und Ferrari. Mitte September wird Alpine die Probefahrten auf den Niederquerschnittsreifen mit einem Regentest abschließen.

Für Sebastian Vettel war es das erste Zusammentreffen mit den großen Walzen, die samt den Felgen vorne 2,5 und hinten 3,5 Kilogramm mehr auf die Waage bringen als die herkömmlichen Produkte. Der Aston Martin-Pilot zeigte sich anschließend angetan: "Du kannst mit diesen Reifen länger am Limit fahren ohne dass sie überhitzen. Sie sind komfortabler über die Randsteine und bieten in langsamen und mittelschnellen Kurven mehr Grip. Vom Gefühl her war ich in diesen Passagen schneller als mit den herkömmlichen Reifen."

Problem mit den Kotflügeln

Dabei sind die adaptierten 2021er Autos gar nicht perfekt auf die 18 Zoll-Reifen abgestimmt, die wegen ihrer niedrigeren Seitenwände eigentlich weniger Fahrkomfort bieten müssten. Doch Pirelli gleicht das mit deutlich niedrigeren Drücken aus.

Während die 13-Zöller während des GP-Wochenendes in Silverstone noch mit 25 PS (vorne) und 23 PSI (hinten) aufgepumpt wurden, lagen die Werte bei den Testfahrten bei unter 20 PSI. Das bringt natürlich auch einen Gripvorteil.

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Die 2022er Autos tragen kleine Leitbleche über den Vorderrädern. Das erschert den Piloten das Anvisieren des Scheitelpunkts.

Trotzdem gibt es auch Kritik aus der Fahrerperspektive. "Die großen Räder verschlechtern die Sicht nach vorne noch mehr. Es sind ja auch noch die ganzen Spiegelhalterungen im Weg. Am besten war es, als die Spiegel am Halo befestigt wurden", erzählt Vettel.

Die Sicht wird durch eine konstruktive Vorschrift der 2022er Autos noch zusätzlich erschwert werden. An den Radträgern der Vorderachse schreibt das Reglement Leitbleche vor, die bis über die Räder ragen.

Diese Art Kotflügel soll verhindern, dass die Ingenieure die Turbulenzen dazu nutzen, die Seitenteile zur Straße hin abzudichten. Vettel hat beim Fahren des 2022er Autos im Simulator festgestellt: "Mit den Abdeckungen und den großen Rädern kannst du die Randsteine gar nicht mehr sehen."

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