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Sebastian Vettel

"Titel ist nicht das Hauptziel für Singapur“

Sebastian Vettel gibt sich vor dem GP Singapur locker. Obwohl er vorzeitig seinen zweiten Titel klarmachen kann, spürt er keinen Extra-Druck. Weltmeister kann er auch noch später werden.

Sebastian Vettel steht in Singapur vor seinem zweiten Titelgewinn. Wenn er das Rennen am Sonntag gewinnt, Fernando Alonso das Treppchen verpasst und die weiteren Verfolger Jenson Button und Mark Webber nicht besser als auf Platz drei ins Ziel kommen, dann ist auch rechnerisch alles klar. Doch der Dauersieger steht nicht auf Rechenspiele.

"Da müssen schon einige Dinge zusammenkommen", redet der Champion seine Chancen klein. "Das erinnert mich ein wenig an die Situation in Abu Dhabi im letzten Jahr. Alle zwei, drei Minuten kamen die Leute mit neuen Möglichkeiten aus 1.467 verschiedenen Optionen, wie das Rennen ausgehen könnte."

Vettel: Saisonziel war nicht Titelgewinn in Singapur

Wenn Vettel nicht in Singapur Weltmeister wird, dann eben in Japan oder Korea. Dem erfolgsverwöhnten Red Bull-Piloten scheint es relativ egal, wo die Feier steigt. "Der Titelgewinn ist nicht unser Hauptziel für dieses Wochenende. Unser Ziel vor der Saison war es, den Titel zu verteidigen. Daran hat sich nichts geändert. Es geht nicht darum, wann das passiert, sondern dass es passiert."

Vettel kann nur sein eigenes Schicksal bestimmen, aber nicht den Einlauf seiner direkten Konkurrenten. In Singapur könnte er bereits den neunten Sieg feiern. Damit hätte Vettel weiterhin Chancen auf den Schumacher-Rekord von 13 Erfolgen aus der Saison 2004.

"Wenn es eine Chance gibt, dass Rennen zu gewinnen, dann werden wir es auch versuchen", bekräftigte der Youngster. "Ich fühle keinen Extra-Druck, dass ich die Meisterschaft hier klarmachen muss. Das Ziel vor der Saison lautete ja nicht, den Titel bis Singapur zu gewinnen sondern einfach nur den Titel zu gewinnen."

Glock setzt auf Vettel-Titel in Singapur

Auch von seinen Kollegen gehen alle fest vom zweiten Vettel-Titel in Folge aus. Timo Glock glaubt, dass sein Landsmann schon in Singapur alles klar macht, wie er auf der offiziellen FIA-Pressekonferenz erklärte: "Ich haben mein Geld darauf gesetzt, dass er den Titel an diesem Wochenende gewinnt." Worauf Kollege Nico Rosberg sofort wissen wollte: "Wie viel? Ich habe gehört 20.000?"

Die Glock-Wette könnte aufgehen. Vettel will in Singapur nicht weniger Risiko gehen als sonst. "Es kommt immer auf das Rennen und die Situation an. Wenn es eine Lücke gibt und die Chance besteht einen anderen Fahrer zu überholen, dann versucht man das auch. Wenn man darüber nachdenkt, dann ist das Risiko wohl zu hoch. Ich denke, es wäre falsch, mit angezogener Handbremse zu fahren und nur ins Ziel zu kommen. Es wäre aber auch falsch, mit dem Gedanken ins Rennen zu gehen, dass man was riskieren muss."

Vettel will sich auch nicht während des Rennens informieren lassen, wie die direkten Konkurrenten liegen. "Das ist irrelevant. Es geht für mich nur darum, so schnell wie möglich zu fahren. Wenn man weiß, wo die anderen stehen, wird man ja nicht plötzlich eine halbe Sekunde schneller. Nach dem Rennen gibt es genug Zeit, sich so etwas anzuschauen."

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