Sebastian Vettel unzufrieden mit neuer Formel 1

"Der Sound ist scheiße"

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Malaysia - Sepang - 27. März 2014 Foto: xpb 118 Bilder

Sebastian Vettel hat in Malaysia seine Unzufriedenheit mit der neuen Formel 1 artikuliert. Dem Weltmeister gefällt weder der Sound noch die komplizierte Technik. Vettel wählte deutliche Worte. Für die Fans sei die neue Formel 1 nicht gut.

Die Fans diskutieren nach wie vor hitzig über die neue Formel 1. Streitpunkt ist vor allem die geringere Geräuschkulisse. Jetzt hat sich auch der Weltmeister in die Debatte eingeschaltet. Beim Thema Sound hat Sebastian Vettel eine klare Meinung. "Der ist scheiße", so das einfache Fazit nach dem ersten Grand Prix in Australien. "Ich habe das Rennen an der Boxenmauer verbracht. Das hört sich nach nichts an. Ich denke, für die Fans ist das nicht gut. Die Formel 1 muss spektakulär sein. Der Sound ist dabei einer der wichtigsten Aspekte. Ein Formel 1-Auto muss laut sein."

Vettel will laute Formel 1-Autos

Vettel spricht aus eigener Erfahrung. Schon als kleiner Junge faszinierte ihn vor allem der Sound. "Ich erinnere mich nicht mehr viel an mein erstes Formel 1-Rennen - damals war ich 5 Jahre als beim Freien Training zum GP Deutschland - aber eine Sache, an die ich mich erinnere ist der Sound. Wie laut die Autos waren. Man hat es im Körper gespürt. Der Boden hat vibriert. Das ist echt eine Schande, dass wir das nicht mehr haben."
 
Der Sound ist aber nicht das einzige Ärgernis. Offenbar kann Vettel auch auf die komplizierte Hybrid-Technik verzichten. "Es gibt ein paar Dinge, die mir nicht gefallen. Aber letzten Endes schreibe ich die Regeln nicht. Sonst hätten wir jetzt einen schönen V12 im Heck. Den ganzen Batteriekram würden wir im Handy lassen. Da wo er hingehört und nicht in ein Rennauto."

Formel 1 wie auf dem ADAC-Übungsplatz

Eine schnelle Lösung hat der Weltmeister für das Soundproblem allerdings auch nicht parat. "Einfach mal bei D&W in den Shop fahren und ein neues Endrohr kaufen, ist glaube ich nicht so einfach", erklärte der Red Bull-Pilot grinsend. "Ich weiß auch nicht, ob ernsthaft darüber nachgedacht wird, etwas zu ändern und wie viel man überhaupt machen kann. Aber es wäre schön, wenn mal wieder etwas mehr Leben in das Auto kommt. Und auch für die Fans auf den Tribünen wäre es besser, wenn man den Motor und nicht die Reifen quietschen hört. Wir sind ja nicht auf dem ADAC-Übungsplatz."

Teamkollege Daniel Ricciardo sieht das ganze etwas gelassener. "Der Sound ist schon in Ordnung. Da wird man sich dran gewöhnen. Für mich ist es ganz gut. So habe ich vielleicht noch ein paar Jahre länger gute Ohren."

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