Formel 1 - Honda-Motor - Zeichnung Piola - Wastegate 2015 Piola
Formel 1 - Zeichnung Piola - Wastegate 2015
Manor F1 - GP Ungarn - Budapest - Donnerstag - 23.7.2015
Red Bull - Formel 1 - GP Australien - Melbourne - 14. März 2015
GP Malaysia - McLaren-Honda - Formel 1 - Freitag - 27.3.2015 12 Bilder

Separates Wastegate-Endrohr

Motorsound wird besser

Die Motoren werden 2016 lauter. Wichtiger noch: Die Sound-Qualität wird besser. Es klingt dann nicht mehr nach Rasenmäher. Die Motorenhersteller können wählen zwischen einem oder zwei separaten Wastegate-Endrohren. Wir haben eine erste Zeichnung.

Bernie Ecclestone hat es gesagt. Die Fans haben abgestimmt. Und selbst die Fahrer schließen sich der Meinung vieler an. Die aktuellen Formel 1-Motoren sind zu leise. "Als ich in Mexiko kürzlich einen alten B.R.M. von 1970 gefahren bin, da ging mir der Sound durch Mark und Bein. Der Lärm gehört zu einem Formel 1-Auto. Er ist sein akustisches Markenzeichen", berichtete Sergio Perez.

Die V6-Turbos der Neuzeit sind im Vergleich zu den V8-Motoren zu leise. Messungen haben ergeben: Die Dezibelzahl sank um ein Drittel. Vor allem im Teillastbereich wird es still auf den Formel 1-Strecken. Noch schlimmer aber ist die Klangqualität. Die Antriebsquellen hören sich trotz Leistungswerten jenseits der 800 PS an wie Rasenmäher. Oder wie ein Haarföhn, sagen Spötter.

Motorkonzept dämpft den Sound

Das Konzept gibt den Sound vor. Die aufgeladenen 1,6-Liter-Motoren werden aus Effizienzgründen die meiste Zeit in einem Drehzahlbereich von 10.000 bis 12.000/min. betrieben. Das Drehzahllimit von 15.000/min. wird nie erreicht. Noch schlimmer ist es übrigens in der WEC. Der Porsche 919 Hybrid dreht meistens nur mit 9.000/min. und flüstert noch mehr als jeder Formel 1-Motor.

Dazu kommt: Die Elektromaschine MGU-H, die zwischen Turbine (rot) und Verdichter (blau) sitzt, wirkt wie ein Schalldämpfer (siehe Galerie). Für die Klangqualität ist die Position des Wastegate-Ventils direkt an der Turbine verantwortlich. Es ist im Augenblick über eine Umleitung mit dem Endrohr verbunden.

"Diese Verbindung wirkt wie ein Seitenarm-Resonanzabsorber. Der Ton wird im Endrohr gemacht", erklärt Mercedes-Motorenchef Andy Cowell. Wer die genaue Auswirkung dieser Anordnung verstehen will, sollte mal den Begriff "Helmholtz-Resonator" googeln.

Fünf Möglichkeiten für Wastegate-Position

Das wird sich 2016 ändern. Die Verbindung zwischen Wastegate und Endrohr wird gekappt. Das Wastegate mündet dann in ein oder zwei separate Rohre, die in einem definierten Abstand parallel zum Auspuff-Endrohr verlaufen müssen. Ähnlich wie beim Ferrari V6-Turbo von 1984. Sie werden so münden, dass dahinter keine Teile der Verkleidung oder des Flügels liegen. So will die FIA Aero-Tricks mit Hilfe der Auspuffgase vermeiden.

Die Teams haben bei der Anordnung der Wastegate-Endrohre freie Wahl. Entweder eines oberhalb oder unterhalb des Auspuffs oder jeweils zwei nebeneinander auf der Ober- und Unterseite des Endrohrs oder eines unten und eines oben. Cowell verspricht: "Es wird den Sound um ein paar Dezibel anheben und die Klangqualität deutlich verbessern."

In unserer Galerie zeigen wir, was sich beim Auspuff ändern wird.

Motorsport Aktuell Mercedes - Test Barcelona 2014 F1-Auspuff für mehr Sound Das ist die neue Mercedes-Tröte

Mit einem Trompeten-Auspuff sollen die F1-Motoren lauter werden.

Das könnte Sie auch interessieren
Mercedes - GP Japan 2019
Aktuell
Nico Hülkenberg - GP Japan 2019
Aktuell
Helmut Marko & Masashi Yamamoto - F1 2019
Aktuell