Perez & Verstappen - Formel 1 - GP USA 2021 Wilhelm
Sergio Perez - Red Bull - Milton Keynes - Formel 1
Sergio Perez - Red Bull - Milton Keynes - Formel 1
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Sergio Perez - Red Bull - Milton Keynes - Formel 1 7 Bilder

Sergio Perez: So muss er Verstappen helfen

Neuer Vertrag als Motivationsspritze So soll Perez Verstappen helfen

Auf die Teamkollegen von Lewis Hamilton und Max Verstappen kommt im Finale eine wichtige Aufgabe zu. Sie müssen ihren Chefpiloten helfen. Das war auch einer der Gründe, warum Red Bull im Sommer den Vertrag mit Sergio Perez verlängert hat.

In Katar trugen Lewis Hamilton und Max Verstappen ihr WM-Duell ganz alleine aus. Ihre Teamkollegen versauerten im ersten Renndrittel im Mittelfeld. Bis Valtteri Bottas und Sergio Perez sich endlich freigeschwommen hatten, lagen die Titelkandidaten so weit vorne, dass sie sich einen freien Boxenstopp leisten konnten. Der half Verstappen zur schnellsten Runde. Schadensbegrenzung für den Holländer und ein Bonuspunkt mehr für Red Bull im Kampf um den Konstrukteurs-Titel.

Die Rolle der Statthalter kann im Finale entscheidend sein. Obwohl kaum zu erwarten ist, dass Bottas oder Perez dem Chefpiloten des anderen Teams Punkte wegnehmen. Dazu fehlt ihnen im Moment der Speed. Aber sie können ihre Kreise stören, indem sie den Abstand zur Spitze so gering halten, dass die Strategen des anderen Teams in ihren Möglichkeiten eingeschränkt sind. Noch wichtiger: Sie können bei der Jagd nach dem Extra-Punkt für die schnellste Runde das Zünglein an der Waage sein.

Ihre Teams werden sie notfalls opfern, sollte es am Ende zwischen Hamilton und Verstappen um einen Zähler gehen und ein Extra-Boxenstopp mit Blick auf die Konstrukteurs-Wertung nicht zu viele Punkte kosten. Hauptsache, der Gegner bekommt sie nicht. Bottas klaute in diesem Jahr schon drei Mal Verstappen den Bonus-Punkt. Perez wurde bis jetzt zwei Mal erfolgreich darauf angesetzt, Hamilton die schnellste Runde abzujagen.

Christian Horner & Sergio Perez - Red Bull - GP Brasilien 2021
Red Bull
Teamchef Christian Horner lobt die Fortschritte, die Perez gemacht hat.

Mit Vertrag der bessere Checo

Die Rolle des Helfers spielte auch eine Rolle bei der frühen Vertragsverlängerung von Sergio Perez. Red Bull wollte dem Mexikaner eine zweite Chance geben, weil man begriffen hat, dass man mit Sprunghaftigkeit nichts erreicht. Auch Pierre Gasly und Alexander Albon hatten sich an Verstappen die Zähne ausgebissen. Der eine wurde nach zwölf Rennen ausgetauscht, der andere nach 27. Außerdem wollte das Team mit Einführung einer völlig neuen Fahrzeuggeneration 2022 zwei erfahrene Piloten im Cockpit.

Red Bull war auch klar, dass man Perez im WM-Kampf noch brauchen würde, vor allem nachdem Bottas in der ersten Saisonhälfte seinem Teamkapitän bessere Dienste leisten konnte als umgedreht Perez bei Red Bull. In der Situation ist ein Fahrer, der Angst haben muss seinen Sitz zu verlieren, nicht besonders hilfreich.

"Wir haben uns in der Sommerpause zusammengesetzt und erkannt, dass wir einen besseren Checo bekommen, wenn wir ihm Sicherheit geben. Die zweite Saisonhälfte gibt uns Recht. Checo ist viel besser geworden", verrät Teamchef Christian Horner. Der Punktevergleich deutet das nur unscharf an. Vor dem Vertrag holte Perez 9,45 Punkte pro Start, danach waren es 9,55 Zähler.

Doch der Mexikaner wurde seitdem auch ein paar Mal vom Team im Stich gelassen, egal ob es nun falsches Timing in der Qualifikation war oder Fehler bei der Rennstrategie. Perez ist im Rennen sicherer geworden. Er lieferte in Zandvoort, Monza und Losail die meisten Überholmanöver ab und zeigt sich im Rad-an Rad-Kampf klar besser als der immer etwas zögerliche Bottas.

Sergio Perez - Formel 1 - GP Katar 2021
Wilhelm
Vor allem im Qualifying liegt Perez noch weit entfernt vom Verstappen-Niveau. Im Rennen muss regelmäßig eine Aufholjagd her.

Verstappen mit jedem Auto schnell

Die Schwäche von Perez ist weiter die Qualifikation. Er verliert wie seine Vorgänger zwischen drei und acht Zehntel auf Max Verstappen, und wenn es dumm läuft wie in Zandvoort oder Losail schafft er es nicht einmal bis ins Q3. Das lässt nur zwei Schlüsse zu: Entweder ist Verstappen der absolute Überflieger, oder der Red Bull zeigt Eigenheiten, die nur der Holländer meistert.

Es ist wohl eine Kombination von beidem, meint Horner: "Max gewinnt seine ganze Zeit in den langsamen und mittelschnellen Kurven. Manchmal bis zu zwei Zehntel an einer einzigen Stelle. Die Hinterachse unserer Autos war schon immer nervös beim Bremsen. Max stört das nicht. Alle anderen schon. Sie verlieren das Vertrauen und werden unsicher. Vielleicht nimmt Max diese Nervosität im Auto gar nicht wahr und fährt einfach drüber hinweg."

Sportchef Helmut Marko bestätigt das. "Der Max fährt mit jedem Auto schnell. Stell ihm irgendwas hin, und er ist in der zweiten Runde auf Speed." Perez treffen die Launen des Red Bull immer dann besonders hart, wenn kurzfristig der Plan geändert werden muss. Wenn in der Qualifikation von einem Reifentyp auf den anderen gesprungen wird.

Oder wenn wie in Katar vor der Qualifikation das Setup umgebaut wird. "Dann braucht er länger, um sich anzupassen", stellt Marko fest. Perez ist überzeugt, dass er das bald abstellen kann: "Je besser ich das Auto und das Team verstehe, desto weniger wird mich das beeinflussen."

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