Sergio Perez will Punkte beim Debüt

"Top 10 in Melbourne ist machbar"

F1 Test Barcelona 2011 Foto: xpb 7 Bilder

Sauber-Rookie Sergio Perez kann den Saisonstart in Melbourne kaum noch abwarten. Der ehrgeizige Mexikaner will bei seinem Formel 1-Debüt direkt in die Punkte. Beim Test in Barcelona stand er sogar kurz ganz vorne im Klassement.

Am Faschingsdienstag begann auch in Barcelona die jecke Zeit. Um kurz vor fünf war es soweit: Mit einem Wahnsinnsvorsprung von 1,3 Sekunden setzte sich Sauber-Pilot Sergio Perez plötzlich an die Spitze des Klassements. Die Experten im Fahrerlager rieben sich verwundert die Augen. Konnte das mit rechten Dingen zugehen oder wurden alle vom kecken Mexikaner veralbert?

Perez lässt Schikane aus

"Da wollte ich einmal richtig schnell sein", grinste der Mexikaner anschließend, sorgte aber schnell für die Auflösung. "Ich hatte in der betreffenden Runde Verkehr. Ein Force India ist langsam vor mir hergefahren und ich wollte am Ende der Session mit frischen Reifen unbedingt noch eine weitere Runde fahren. Deshalb habe ich die Schikane ausgelassen."

Nachdem die Bestzeit gestrichen war, blieb Platz vier mit anderthalb Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter Mark Webber. Sauber-Technikchef James Key verriet, dass Perez durchaus noch drei Zehntel hätte schneller fahren können, wenn er nicht behindert worden wäre. Und so zog auch der Pilot ein versöhnliches Fazit.

Technik-Updates am Sauber funktionieren

"Es war ein positiver Tag für uns. Wir mussten zwar einige Punkte unseres Programms auslassen, können aber dennoch zufrieden sein. Mit den Updates bewegen wir uns in die richtige Richtung." Sauber hatte in der Früh einen neuen Frontflügel getestet. Erstmals waren auch zwei auffällige Belüftungskamine an den Seitenkästen zu erkennen, mit denen heiße Luft aus den Kühlern nach draußen entweichen kann.

Nur ein Hydraulikleck trübte etwas den Gesamteindruck. Perez musste seinen Dienstwagen nach der Mittagspause lange den Mechanikern überlassen, bis er am späten Nachmittag wieder Gas geben konnte. Am Ende kam der Rookie immerhin noch auf 90 Runden. Nur Mark Webber hatte in dieser Kategorie einen höheren Wert vorzuweisen.

Australien-Debüt: Lernen und Punkten

Für Perez könnte die Formel 1-Saison nun langsam starten. Der Youngster ist heiß auf sein Debüt. "Ich freue mich schon riesig auf Melbourne. Im Rennen bin ich immer deutlich mehr motiviert. Da lernt man viel mehr als bei Testfahrten." Dabei will Perez in Australien nicht nur lernen sondern auch etwas Zählbares mitnehmen. "Ich hoffe auf ein Ergebnis in den Top 10. Das ist machbar, denke ich."

Der erste Gegner kommt dabei bekanntlich immer aus dem selben Team. Das ist auch bei Sauber nicht anders. "Kamui (Kobayashi) ist die Messlatte. Es ist mein Ziel, ihn sobald wie möglich zu schlagen. Er ist ein schneller Mann mit einem Jahr mehr Erfahrung. Er weiß, was er für ein Rennauto braucht, um schnell zu fahren."

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