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Damon Hill - Lotus 49 - GP China 2019 - Shanghai
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Lotus 49 - GP China 2019 - Shanghai
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Shanghai-Ausfall unausweichlich

Wann sagen die Chinesen ab?

Wegen des Corona-Virus rechnen alle Experten mit der Absage des China-Grand-Prix. Die Teams haben bereits über Ausweichtermine diskutiert, konnten sich aber nicht auf eine Lösung einigen.

Eigentlich hatten die Formel-1-Bosse für 2020 eine Rekordsaison mit 22 Rennen angekündigt. Doch nun sieht es so aus, als würde der Grand-Prix-Zirkus doch wie schon im Vorjahr nur 21 Mal Station machen. Das Rennen in Shanghai steht wegen der immer noch wachsenden Ausbreitung des Corona-Virus mehr als nur auf der Kippe.

Hinter den Kulissen wurde das Thema auch schon zwischen den F1-Bossen und den Teams besprochen. Eine offizielle Entscheidung ist nach Informationen von auto motor und sport allerdings noch nicht gefallen. Die Formel 1 kann den vierten Lauf der Saison auch nicht einfach eigenmächtig absagen. Sonst würde man sich vertragsbrüchig machen und müsste eine Konventionalstrafe bezahlen.

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Letztes Jahr feierte Shanghai noch das 1.000 Rennen der Geschichte. Dieses Jahr fällt die Veranstaltung wohl aus.

Wird China-Absage zur Hängepartie?

Also warten nun alle darauf, dass die Chinesen den Grand Prix von sich aus streichen. Die lokalen Behörden in Shanghai hatten bereits Anfang der Woche einen offiziellen Beschluss gefasst, dass bis zum Ende der Corona-Krise keine Sportveranstaltungen mehr in der Region durchgeführt werden dürfen.

Experten erwarten, dass es noch bis zu zwei Wochen dauern könnte, bis die offizielle Entscheidung zur Streichung des Events getroffen wird. Dass das erste Material per Schiff schon in der kommenden Woche auf den Weg nach Shanghai geschickt werden muss, ist dabei offenbar kein Problem. Die Schiffsfracht ist im Vergleich zu den anderen Ausgaben eines F1-Teams nur ein relativ kleiner Posten.

Allzu viel Zeit können sich die Chinesen aber auch nicht lassen. Spätestens Mitte März müssten die ersten Vertreter der FIA und der TV-Produktion nach Shanghai reisen, um vor Ort erste Vorbereitungen für die Veranstaltung zu treffen.

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Eine Ladung Seefracht kostet die Teams nur rund 10.000 Euro. Da ist es nicht so schlimm, sollten die Container unnötig losgeschickt werden.

Ausweichtermine werden abgelehnt

Unter den Teams wurde bereits darüber gesprochen, wie man auf eine Absage reagieren soll. Dabei wurde auch die Verschiebung des Rennens auf einen späteren Zeitpunkt diskutiert. Schnell stellten die Verantwortlichen fest, dass es eigentlich keinen geeigneten Ausweichtermin gibt.

Ein Vorschlag sah zum Beispiel vor, das Shanghai-Rennen am 9. August als Back-to-Back-Event hinter Budapest zu schnallen. Dann würde sich die Sommerpause aber um eine Woche verkürzen, was bei der Mehrzahl der Teams auf Ablehnung stieß. Außerdem kann keiner sagen, ob China die Corona-Krise Anfang August schon im Griff hat.

Eine zweite Ausweichlösung sah vor, Shanghai als vorletztes Rennen zwischen Brasilien und das Finale Abu Dhabi zu packen. Dieser Vorschlag wurde ebenfalls abgelehnt. Nach Ansicht der Teams ist ein sogenannter Triple-Header, also drei Rennwochenenden in Folge, verteilt auf drei Kontinenten so spät in der Saison nicht durchführbar.

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