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Startaufstellung - GP England 2016 - Silverstone - Rennen
Niki Lauda - Mercedes - GP England 2016 - Silverstone - Rennen
Bernie Ecclestone - Nigel Mansell - GP England 2016 - Silverstone - Rennen
Kimi Räikkönen - Ferrari - GP England 2016 - Silverstone - Rennen 63 Bilder

Silverstone kündigt F1-Vertrag

Veranstalter zieht Ausstiegsklausel

Der britische Grand Prix ist in Gefahr. Die Organisatoren in Silverstone haben den Vertrag mit den F1-Rechteinhabern gekündigt. Ohne neues Abkommen wäre schon nach der Saison 2019 Schluss.

Fünf Tage vor dem Formel 1-Rennen in Silverstone haben die Veranstalter des British Racing Drivers Club (BRDC) die Fans mit einer Hiobsbotschaft schockiert. Der bis 2026 laufende Vertrag mit den F1-Rechteinhabern (FOM) wurde vorzeitig gekündigt. Die Organisatoren machten von einer Ausstiegsklausel Gebrauch, nach der schon 2019 Schluss mit dem britischen Grand Prix wäre.

Grund für die Maßnahme sind die steigenden Kosten. Trotz ausverkauftem Haus habe das Formel 1-Rennen in den vergangenen Jahren für enorme Verluste gesorgt. 2015 ging das Rennen mit 3,1 Millionen Euro, 2016 sogar mit 5,4 Millionen Euro negativ in die Bilanz ein. Auch für 2017 erwarten die Veranstalter ein ähnliches Ergebnis. Deshalb lösten sie den Vertrag nun offiziell auf.

F1-Gebühr steigt automatisch

„Die Entscheidung wurde gefällt, weil das Rennen unter den aktuellen Bedingungen finanziell nicht tragbar ist. Das Fass ist voll. Wir können nicht zulassen, dass unsere Leidenschaft für den Sport die rationale Entscheidung beeinflusst. Das würde nicht nur die Zukunft von Silverstone und dem BRDC gefährden, sondern die ganze britische Motorsportgemeinde, die von uns abhängig ist“, erklärte der BRDC-Vorsitzende John Grant.

Lewis Hamilton - Mercedes - GP England 2016 - Silverstone - Rennen
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350.000 Zuschauer pilgern jedes Jahr zur Formel 1 nach Silverstone.

Das Ende des Rennens ist damit aber noch längst nicht besiegelt. Silverstone zwingt die Verantwortlichen der FOM nun wieder an den Verhandlungstisch. Ein neuer, besserer Deal soll her. Ohne die Auflösung wäre die Gebühr für das Rennen jedes Jahr automatisch um 5 Prozent angestiegen – von 13 Millionen Euro im Jahr 2010 bis auf 28,2 Millionen Euro im Jahr 2026. Der alte Vertrag wurde noch mit Bernie Ecclestone ausgehandelt.

BRDC hofft auf neuen Vertrag

Neben den Gebühren investierten die Veranstalter auch in die Strecke. Alleine in den letzten 10 Jahren wurden 56 Millionen Euro für Modernisierungsarbeiten ausgegeben. Da hilft es wenig, dass der Grand Prix der bestbesuchte im ganzen Kalender ist. Selbst 350.000 zahlende Zuschauer reichen nicht, um die Verluste auszugleichen.

„Wir haben diesen Vertrag damals unterschrieben, weil es die einzige Möglichkeit war, das Überleben des britischen Grand Prix zu sichern. Es gab keinen alternativen Deal“, erklärte Grant. „Jetzt geht uns sprichwörtlich die Straße aus. Es blieb keine andere Wahl, als den alten Vertrag aufzulösen.“

„Wir wollen aber klarstellen, dass wir offen sind für eine weitere Zusammenarbeit mit unseren Freunden von Liberty Media sind. Wir wollen eine Lösung finden, die für alle Parteien funktioniert. Wir hoffen, ein neues Abkommen auszuhandeln, das eine finanziell tragbare Zukunft garantiert – und das für viele Jahre.“

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