Singapur bremst Mercedes aus

WorstCase für die Silberpfeile

Lewis Hamilton - Mercedes - GP Singapur - Qualifying Foto: sutton-images.com 42 Bilder

Der Marina Bay Circuit von Singapur bleibt die Angststrecke für Mercedes. Mit Sebastian Vettel auf der Pole Position, Lewis Hamilton auf Rang 5 und den Red Bull dazwischen trat der schlimmste aller möglichen Fälle ein. Ab jetzt ist Schadensbegrenzung angesagt.

Singapur mag Mercedes nicht. Trotz des Sieges im Vorjahr. Kein Grip, keine Balance, kein Speed. „Ich hatte keine Fehler, war konstant an meinem Limit, aber mehr als der fünfte Platz war nicht drin“, bedauerte Lewis Hamilton. Der Engländer fühlte sich an die Probleme der Jahre davor erinnert. Team-Neuling Valtteri Bottas erinnerte an die Mercedes-Historie an der Marina Bay: „Singapur war für Mercedes immer eine schwierige Strecke. Auch in den Jahres als sie das dominante Auto hatten.“

Teamchef Toto Wolff warnte davor, von himmelhoch jauchzend in einen Zustand von zu Tode betrübt zu fallen. „Silverstone und Monza hatten wir mit Abstand das beste Auto. Für diese Strecke ist das Konzept unseres Auto nicht ideal. Ich glaube aber, dass wir unter dem Strich immer noch den besten Kompromiss haben.“ Es sei auch falsch, alles auf den langen Radstand zu schieben. „Wir hatten hier auch schon Probleme, als unsere Autos noch kürzer waren.“

Unter- oder übersteuiern, aber nichts dazwischen

Niki Lauda komprimierte die Probleme auf eine Formel: „Wir konnten wählen zwischen Unter- und Übersteuern. Leider gab es für uns nix dazwischen. Es ist schlimmer als wir befürchtet haben.“ Die Ingenieure wurden präziser. In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden die Autos komplett umgebaut, in der Hoffnung den Rückstand auf die Red Bull zu reduzieren und die Ferrari in Schach zu halten. Es war ein Eigentor. „Wir haben schon während des dritten Trainings begonnen das Auto auf den alten Stand zurückzubauen, und von dieser Basis in kleineren Schritten vorwärts zu bewegen.“

Valtteri Bottas - Mercedes - GP Singapur - Qualifying Foto: Wilhelm
Mercedes kämpft in Singapur um den Anschluss zu Ferrari und Red Bull.

Der Silberpfeil fiel vom Übersteuern ins Untersteuern. „Und das änderte sich auch noch von Kurve zu Kurve. Je schneller die Kurven, umso mehr schob die Vorderachse“, erzählten die Techniker. Sie bedauerten: „Auf diesem Typ Rennstrecke bewegen wir uns mit dem Setup auf Messers Schneide. Da kannst du schnell auf die eine oder die andere Seite runterfallen.“

Zum Schluss half nicht einmal der berühmte Qualifikations-Modus des Mercedes V6-Turbo. Der trieb Hamilton zum höchsten Topspeed, aber er verlieh ihm in den Kurven keine Flügel. In den Sektoren 2 und 3 fehlten jeweils zwei Zehntel auf Vettel und die beiden Red Bull.

Valtteri Bottas litt unter der Unpässlichkeit des Mercedes mehr als Hamilton. „Lewis kann mit einem instabilen Auto besser leben. Valtteri fehlte das Vertrauen“, erzählten die Ingenieure. Bottas bestätigte: „Je härter ich es versuchte, umso schlimmer wurde es. Im Heck hat einfach Grip gefehlt. Ich konnte weder den Schlupf noch die Quersteher kontrollieren.“

Drei Chancen, um Plätze gutzumachen

Im Rennen ist Schadensbegrenzung angesagt. Die Strategen hoffen, dass sich die Ferrari und die Red Bull an der Spitze aufreiben. „So können wir vielleicht mit einer alternativen Strategie die Nutznießer sein.“ Sie warnen aber auch, dass Singapur seine eigenen Gesetze hat: „Wenn du hier zu lange im Verkehr fährst, überhitzen die Motoren und die Bremsen. Dann musst du Tempo rausnehmen, um nicht in den roten Bereich zu geraten.“

Im schlimmsten Fall wird Toto Wolff den Red Bull-Piloten die Daumen halten: „Wenn Verstappen und Ricciardo einen Doppelsieg einfahren, könnte das für uns den Schaden minimieren.“ Hamilton sieht nur drei Chancen, nach vorne zu kommen: „Der Start und die zwei Boxenstopps. Überholen kannst du vergessen.“ Seine Ingenieure hoffen, dass vielleicht nur ein Boxenstopp ausreicht.

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