Singapur

Haug mit Sicherheitsbedenken

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Vor dem ersten Nacht-Grand Prix der Formel 1 am kommenden Wochenende (27./28.9.) äußerte Mercedes-Sportchef Norbert Haug Sicherheitsrisiken, sollte das Rennen bei Regen stattfinden

"Wenn es in Singapur regnen sollte, ist dies sicherlich ein Punkt, der diskutabel ist", meinte Haug. Für das Rennen, das um 20.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MESZ) gestartet wird, sind 1.600 Hochleistungslampen installiert worden. In den durch die Scheinwerfer angestrahlten Regentropfen wäre die Sicht dann noch schlechter als zuletzt beim Regenrennen in Monza. Die Fahrer würden regelrecht geblendet werden. Von einer Verlegung des Rennens zu einem späteren Zeitpunkt war aber nie die Rede. "Von so einem Plan habe ich nie gehört", sagte Haug, "und deshalb sollte sich niemand in irgendwelche Hypothesen verirren."

Grandiose Anlage

Fünf Tage vor dem Premierenrennen lobte Haug die Strecke und Organisation: "Die neue Strecke ist ein grandioser Aufbau. Singapur wird neue Zeichen für den GP-Sport setzen. Einiges ist sehr spektakulär. Wir fahren unter einer Tribüne hindurch, was es noch nie gab." Mit 700 Metern Länge ist die Gerade relativ lange für einen Stadtkurs. Mit Tempi von über 300 km/h wird gerechnet. Dennoch ist die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 175 km/h eher langsam, "aber schneller als Monaco und allemal okay", wie Haug meinte.

Gute Nachtfahrer?

Einen besonderen Vorteil für Piloten, die in der Dunkelheit brillieren - so wie etwa Fahrer, die bei Regen stark sind -, sieht Haug nicht. Ich denke mal, dass unter normalen Bedingungen die Ausleuchtung besser sein wird, wie bei manch anderem Rennen bei Tag. Man kennt das ja von Fußballspielen oder auch von Skirennen unter Flutlicht. Irgendwann mal dürfte schon jeder Flutlicht erlebt und genossen haben."

Ansonsten geht Haug von einem üblichen Kräftemessen unter den Top-Teams aus. "Wir kennen die Strecke von unserem Simulator. Es ist ein Kurs, auf dem mit viel Abtrieb gefahren werden muss." Einen kleinen Vorteil hat sich McLaren-Mercedes vermutlich schon gesichert: Ex-Champion Mika Häkkinen steuerte anlässlich einer Werbetour eines McLaren-Sponsors einen älteren McLaren-Mercedes durch die Straßen von Singapur. Die Silbernen konnten daher bereits ganz andere Parameter sammeln als die Konkurrenz. "Wir waren bereits sehr präzise, was unsere Vorbereitung auf das Rennen in Valencia betraf, wo ja auch zum ersten Mal gefahren wurde", so Haug zuversichtlich.

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