Die heiße Nacht von Singapur

Helfen die 2017er Autos?

Toro Rosso - GP Singapur - Formel 1 - Donnerstag - 14.9.2017 Foto: sutton-images.com 105 Bilder

In Singapur wurden die Fahrer in der Vergangenheit regelmäßig an ihre körperlichen Grenzen getrieben. Einige Piloten passen ihr Trainingsprogramm sogar für den Klassiker an. Wie verändern die 2017er Autos die Herausforderung?

Die Temperaturen wollen einfach nicht fallen. Selbst wenn die Dunkelheit über Singapur hereinbricht, misst das Thermometer immer noch 28 Grad. So war es am Mittwoch. So war es am Donnerstag. Auf die Piloten wartet ein heißes Rennen. Nicht nur der Hitze wegen. Sondern auch, weil die Luftfeuchtigkeit nahe dem Äquator bei über 70 Prozent liegt. Die Wolkenkratzer halten die feuchtwarme Luft in der Stadt. In den Cockpits steigen die Temperaturen auf um die 60 Grad.

Dazu kommt eine Streckenführung, die Kurve an Kurve reiht. Ohne lange Gerade dazwischen. Singapur erlaubt keine Fehler. Die Mauern stehen nah, der Asphalt ist wellig. Eine Unachtsamkeit oder Konzentrationsschwäche, und man schlägt ein. Was in 99 von 100 Fällen gleichbedeutend mit dem Ende ist.

In Singapur kratzt die Formel 1 regelmäßig an der Maximalrenndauer von zwei Stunden. Was die Aufgabe zusätzlich erschwert. „Vor allem gegen Rennende erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von Fehlern“, sagt Mercedes-Mann Valtteri Bottas. Die hohe Belastung fordert ihren Tribut. Die Fahrer verlieren im Rennen über drei Kilogramm an Gewicht. „Nach dem Rennen werde ich mir sicher 5 Liter Wasser reinkippen, um zu rehydrieren“, sagt Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo.

Perez trainiert in der Dampfsauna

Sebastian Vettel - GP Singapur 2017 Vorschau GP Singapur 2018 Pflichtsieg für Vettel

Einige Fahrer haben für den GP Singapur ihr Training angepasst. „Ich habe hart für dieses Rennen trainiert. Es fügt dem Körper und Geist viele Strapazen zu“, erklärt Sergio Perez. Er bereitete sich in einer Dampfsauna in seiner Heimat Mexiko auf den GP über 61 Runden vor. Angeblich kann er dort die Luftfeuchtigkeit auf 100 Prozent stellen. Sagt ein Teammitglied. Der Mexikaner scheint gut vorbereitet. „Es scheint mir nicht so heiß zu sein, wie in den vergangenen Jahren. Ich bin in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zwei Runden auf der Strecke gelaufen. Da war es kein Problem.“

Teamkollege Esteban Ocon stellte seinen Heimtrainer in die Sauna. „Ich bin dort viel geradelt, um mich daran zu gewöhnen, viel zu schwitzen.“ Auch Max Verstappen verbrachte viele Stunden in der Hitzekammer. „Ich habe das Hitzetraining verstärkt und bin viel in der Sauna gewesen. Am Ende des Tages bleibt es aber ein hartes Rennen. Egal, wie du dich vorbereitet hast.“

Selbst Routiniers wie Fernando Alonso sagen: „Dieses Rennen und Malaysia sind die körperlich anspruchsvollsten des Jahres.“ Wobei es für die Fahrer keinen Unterschied macht, ob sie in der Helligkeit oder bei Nacht fahren. „Fahrer gewöhnen sich schnell an die Sichtverhältnisse.“

Wird durch die schnelleren 2017er Rennwagen die Belastung noch größer. Nico Hülkenberg glaubt nicht. „Die Autos haben so viel mehr Grip in diesem Jahr. Deshalb musst du im Auto nicht mehr so viel kämpfen, gegenlenken und korrigieren. Das erleichtert es.“ Alonso meint: „Jeder sollte klarkommen.“

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