Sorgen bei Ferrari

Schnee bremst Testbetrieb

Der Zeitplan der Roten für den neuen F2004 ist mehr als eng. Fehlende Teile, logistische Probleme und das Wetter bedrohen die GP-Premiere des neuen Autos.

Bis Donnerstag (29.1.) testet Michael Schumacher mit dem Vorjahres-Auto in Valencia, ab Freitag steht der Weltmeister in Maranello parat, um am Samstag den F2004 zum ersten Mal auf dem Kurs in Fiorano anzulassen. Doch in der Emilia Romagna liegen bis zu 40 Zentimeter Schnee. Die Niederschläge sollen zwar bis Freitag aufhören, aber Tauwetter ist nicht in Sicht.

Die Fiorano-Truppe könnte nach Valencia ausweichen, aber das will man möglichst vermeiden. Den F2004 mit allen möglicherweise nötigen Teilen nach Spanien zu fliegen, ist ein logistischer Albtraum. In Fiorano müssen die Techniker nur ein paar hundert Meter laufen, um in der Fabrik neue Teile zu organisieren. Zudem fehlen noch wichtige Komponenten. Frontflügel, Unterboden und Leitbleche sind bisher nicht fertig.

Mit dem Rücken zur Wand

Falls der Zeitplan für das neue Auto erheblich in Verzug geraten sollte, steht das Schumacher-Team mit dem Rücken zur Wand. Wegen vom Reglement vorgeschriebener Aerodynamik-Änderungen (Motorabdeckung, Heckflügel) kann man nicht einfach den Vorjahres-Renner zum Saisonstart nach Australien (7.3.) fliegen. Die nötige Windkanal-Arbeit würde die Arbeit am neuen Auto um mindestens vier Wochen verzögern. Daher will das Weltmeister-Team mit aller Macht mit dem F2004 das GP-Jahr eröffnen.

In den verbleibenden vier Wochen bis zum Australien-GP hat Ferrari die Strecken in Fiorano und Mugello täglich reserviert. Mindestens 20 Testtage und 6.000 Kilometer soll der neue Renner abspulen, bis er für einsatztauglich erklärt wird. Theoretisch könnte das Testteam auch 30 Tage testen, aber das macht laut Technik-Chef Ross Brawn keinen Sinn: "Nach vier oder fünf Tagen brauchen die Mechaniker eine Pause, und die Ingenieure müssen Zeit zum Nachdenken haben."

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