Spa-Reifendebakel geklärt

Die mysteriöse Serie der Reifenschäden von Spa-Francorchamps ist geklärt: In zwei Fällen war Vorschädigungen durch das Überfahren von scharfkantigen Trümmerteilen die Ursache. Die anderen beiden Platten wurden durch allzu heftiges Überfahren von Randsteinen verursacht.

Gleich vier Reifenschäden hatte Michelin beim letzten Grand Prix in Belgien verbuchen müssen: Bei Jenson Button (BAR-Honda), David Coulthard (McLaren-Mercedes) und Juan Pablo Montoya platzte jeweils der rechte Hinterreifen, und dies auch noch an der gleichen Stelle des Ardennenkurses, auf der sehr schnellen Kemmel-Geraden. m Falle von Toyota-Testfahrer Ryan Briscoe war es der linke Hinterreifen, der schlapp machte. Der Australier entgleiste in der Senke von Eau Rouge und knallte heftig in die Reifenstapel.

"Es ist sicher, dass weder Konstruktions- noch Fabrikationsfehler zu den Reifenschäden geführt haben“, versicherte Michelin-Technikchef Patrick Vasselon durchaus glaubhaft. Bei allen drei Rennunfällen waren die Reifen noch relativ jung: Bei Montoya war der kollabierte Reifen zwei Runden gelaufen, bei Button waren es acht Umläufe, bei Coulthard deren zwölf. Zum Vergleich: Bis 21 Runden hatten Reifen gleichen Typs im Rennen durchgehalten, bevor sie routinemäßig gewechselt wurden.

"Bei Montoya hatte der Reifen einen scharfen Schnitt auf der Lauffläche“, sagte Vasselon weiter. "Man sieht es selten, dass die Karkasse so durchtrennt wird.“ Auch Buttons Pneu wurde wahrscheinlich durch Trümmerteile aufgeschlitzt. Anders verhält es sich bei Coulthard und Briscoe: "Coulthards Reifen hatte ein großes Loch an der Innenschulter“, sagte Vasselon. Dem Schotten und dem Australier Briscoe wurde ihre allzu ungestüme Linienwahl in der Schikane zum Verhängnis.

Das Thema Reifenschäden zieht sich beinahe wie ein roter Faden durch die Saison: Vor einem Vierteljahr waren die Michelin-bereiften Fernando Alonso und Ralf Schumacher in Indianapolis jeweils spektakulär aus der Bahn geworfen worden. Auch in diesen beiden Fällen hatten scharfkantige Trümmerteile den Reifen den Garaus gemacht.

Am Donnerstag letzter Woche war erstmals in dieser Saison ein Auto aus dem Bridgestone-Lager betroffen, als Michael Schumacher beim Monza-Test mit mehr als 330 km/h in die Leitplanken krachte. Bridgestone räumte kurz nach dem Crash freimütig ein: "Ein Reifenschaden.“ Über die Ursache wird aber noch gerätselt.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Kommentar schreiben
Neues Heft
Top Aktuell Lewis Hamilton - Mercedes - GP Singapur 2018 Power Ranking GP Singapur Mercedes gleicht aus
Beliebte Artikel Ferrari - Formel 1 - GP Aserbaidschan - 27. April 2018 Klarheit im Ölverbrauchs-Streit Keiner trickst mit dem Öl Ecclestone Keine Kostenbremse
Anzeige
WhatsApp Newsletter
WhatsApp Newsletter
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden
Sportwagen Falken Porsche 911 GT3 R 2019 - VLN 7 - 20. September 2018 VLN Vorschau, 7. Lauf 2018 Falken mit neuem Porsche Impressionen - VLN 2018 - Langstreckenmeisterschaft - Nürburgring-Nordschleife VLN 2018 im Live-Stream Das siebte Rennen hier live!
Allrad Kia Niro EV Elektro-SUV Kia e-Niro (2019) Elektro-SUV mit 485 km Reichweite Seat Tarraco, SUV, Offroad, Allrad, 7-sitzer Seat Tarraco (2019) Lesen Sie hier alles zum neuen Seat-SUV
Oldtimer & Youngtimer Volkswagen Käfer 1200 Cabriolet (1961) VW Käfer Auktion Schwedens größtes Käfer-Museum macht zu Ford Sierra I Cosworth 1985 50 Jahre Ford RS Schnelle Escort, Sierra, Focus