Ferrari - Unfall - Imola - 2021 Wilhelm
Red Bull - Panne - Imola 2021
Ferrari - Unfall - Imola - 2021
Ferrari - Unfall - Imola - 2021
Ferrari - Unfall - Imola - 2021 28 Bilder

Fotos Red Bull & Ferrari: Spionage-Alarm in Imola

Spionage-Alarm in Imola Ferrari und Red Bull schutzlos ausgeliefert

Nach der Panne von Max Verstappen und dem Crash von Charles Leclerc standen der Red Bull und der Ferrari im zweiten Training von Imola plötzlich unbewacht am Streckenrand. Unsere Fotografen haben sich natürlich nicht bitten lassen. Wir zeigen Ihnen die Autos aus ungewöhnlichen Perspektiven.

Kopieren gehörte in der Formel 1 schon immer zum Handwerk. Doch in Zeiten von Corona ist es für die Ingenieure nicht so einfach, gute Detailbilder als Vorlage zu bekommen. Freie Fotografen dürfen aktuell nicht in die Boxengasse. Und die Paparazzi, die für die Teams arbeiten, können die eigene Blase nicht einfach verlassen und die Autos in den anderen Garagen knipsen.

Früher bestellten sich die Teams ihre Technik-Bilder einfach bei den Fotografen, die bei der technischen Abnahme vor der FIA-Garage auf der Lauer lagen. Doch in Corona-Zeiten gibt es diese Möglichkeit nicht mehr. Außerdem standen hier auch immer ein paar Mechaniker als Aufpasser bei den Autos parat. Man musste also schon auf eine Unachtsamkeit hoffen, wollte man einen besonderen Schuss landen.

Aktuell bleibt praktisch nur die Möglichkeit, die Autos während der Fahrt auf der Strecke abzulichten. Aber trotz moderner Kameratechnik lassen sich dabei natürlich nicht immer alle Details aus den gewünschten Winkeln abschießen. Und Fotos von den ganz sensiblen Bereichen am und unter dem Unterboden sind praktisch unmöglich.

Red Bull - Panne - Imola 2021
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Adrian Newey wird nicht begeistert sein, wenn man seinem Auto so unter den Rock schaut.

Glück im Unglück

Um trotzdem an gute Bilder zu kommen, braucht es schon ein wenig Glück. Wenn Autos auf der Strecke ausfallen, sind sie zum Abschuss freigegeben. Leider weiß man nie vorher, wo sich Unfälle und Pannen ereignen. Im Freien Training von Imola hatten unsere Fotografen jetzt aber gleich doppeltes Glück.

Charles Leclerc krachte mit seinem Ferrari in der Zielkurve in die Mauer, Max Verstappen stellte seinen Red Bull mit gebrochener Antriebswelle am Ende der Boxengasse ab. Und in beiden Fällen waren Fotografen von auto motor und sport mit der Kamera vor Ort. Und sie ließen sich natürlich nicht lange bitten.

Freundlicherweise rollten die Streckenposten den Red Bull zuerst in die Fahrerlager-Zufahrt, bevor sie ihn auf einen Transporter luden. So konnten nicht nur unsere Paparazzi sondern auch zahlreiche Schaulustige den Verstappen-Renner aus allen Winkeln abschießen. Es waren zwar ein paar Polizisten vor Ort, doch die nutzten die Gelegenheit lieber für ein paar Selfies mit der wertvollen Fracht.

Als das Auto verladen war, drehte der Transporter auf öffentlichen Straßen eine kleine Runde durch Imola. Weil sich direkt hinter dem Fahrerlager ein Fluss befindet, gab es keine andere Möglichkeit, den havarierten Rennwagen noch während der Session zur anderen Seite der Boxengasse an die Red-Bull-Box zu bringen. Ein Passant scherzte: "Das Auto geht nun direkt nach Maranello zu Inspektion."

Die Fans konnten bei der Rundfahrt live dabei sein. Die Onboard-Kamera des Red Bull sendete auch von der Ladefläche des Abschleppers noch weiter Bilder, die über das Streaming-Paket der Formel 1 für jedermann abrufbar waren.

Ferrari - Unfall - Imola - 2021
Wilhelm
Aus dieser Perspektive sieht man den Frontflügel eher selten.

Leclerc parkt Ferrari in Rivazza

Die Ferrari-Fans konnten sich aber nicht lange über das Pech der Konkurrenz freuen. Kurz vor dem Ende versenkte Charles Leclerc seinen SF21 in der Bande der Zielkurve. Zwischen den beiden Rivazzas hatte der Monegasse die Kontrolle über das Heck verloren. Der Versuch das Auto abzufangen endete mangels Auslaufzonen in der Bande.

Auch hier war unser Fotograf direkt zur Stelle, als der rote Renner aus dem Kiesbett über die Bande gehievt wurde. Dabei entstanden einige Detail-Bilder vom Unterboden, die in den Technikbüros der anderen Teams bestimmt mit Interesse analysiert werden. Freundlicherweise legten die Streckenposten auch noch den abgerissenen Frontflügel verkehrt herum vor das Auto. Aus dieser Perspektive sieht man das Bauteil nur selten.

Natürlich wollen wir Ihnen das Ergebnis unserer kleinen Spionage-Aktion nicht vorenthalten. In der Galerie haben wir die interessantesten Detail-Bilder zusammengestellt.

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