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Plan für Sprint-Qualifying: Erste Details

Plan für Sprint-Qualifying 3-2-1 Punkte für Samstags-Podium

Noch ist es nicht es nicht offiziell. Aber die Formel-1-Teams werden noch vor Saisonbeginn dem Experiment mit einem Sprintrennen am Samstag als Zusatz zur Qualifikation zustimmen. Für das Samstagspodium soll es drei, zwei und einen Punkt geben.

Die Teamchefs der Formel 1 haben am Rande der Testfahrten von Bahrain noch einmal mit Formel-1-Chef Stefano Domenicali über ein Sprintrennen am Samstag zur Bestimmung der Startaufstellung am Sonntag diskutiert. Man einigte sich darauf, dass dieser Mini-Grand Prix über 100 Kilometer nicht mehr Sprintrennen heißen darf. Der neue Fachbegriff heißt Sprint-Qualifikation. So will man dem Hauptrennen nicht allzu viel Glanz und Gloria wegnehmen.

Unter den zehn Teams herrscht jetzt Einigkeit, es zu versuchen. Die Übergangssaison 2021 ist der ideale Zeitpunkt für Experimente. Der Tenor im Fahrerlager: "Wenn wir es nicht versuchen, wissen wir nie wie es sich anfühlen wird."

Mercedes-Teamchef Toto Wolff warnt aber: "Wir müssen danach ehrlich zu uns selbst sein und überprüfen, welche Vor- und Nachteile es sportlich wie kommerziell bringt." Noch vor dem Saisonstart wollen die Teamchefs die Sprint-Qualifikation per E-Vote absegnen.

Start - GP Emilia-Romagna 2020 - Imola - Rennen
F1/FIA
Beim Sprintrennen bekommen nur die ersten drei Piloten Punkte für die Fahrer-WM.

Premiere in Silverstone statt Montreal

Offenbar ist man sich auch über den genauen Ablauf einig. Der ursprüngliche Plan einer umgekehrten Startreihenfolge in einem der beiden Rennen fiel durch. Die Idee mit den Punkten blieb, wurde aber abgeschwächt.

So soll es für den Sieger der Sprint-Qualifikation drei Punkte geben, für den zweiten zwei und für den dritten einen Zähler. So will man verhindern, dass ein überlegener Fahrer oder ein Team noch früher den Titel für sich entscheidet.

Gesprächsbedarf gibt es noch über die technischen Rahmenbedingungen. Sicher ist, dass die Teams an den Autos zwischen den beiden Rennen aus Sicherheitsgründen die Bremsen und dazu noch alle beschädigten Teile tauschen dürfen. Für den Grand Prix am Sonntag gilt freie Reifenwahl.

Die Premiere findet übrigens nicht wie geplant in Montreal, sondern in Silverstone statt. Das hat Kostengründe. Die Formel-1-Teams wollen nicht zu viele Ersatzteile zu einem Überseerennen fliegen. Der Versuch geht dann in Monza und Interlagos weiter.