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Mercedes - Technik-Details - Formel 1 - 2021
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Streit um Sprintrennen: Teams fordern Kompensation

Streit um Kosten für Sprintrennen Top-Teams fordern Kompensation

Das Experiment mit den Sprintrennen am Samstag ist eine schwere Geburt. Zuerst wurde über das Format gestritten, jetzt über die Kosten. Die Top-Teams fordern einen finanziellen Ausgleich, wenn zusätzliche Ausgaben entstehen.

Der erste Grand Prix des Jahres sorgte neben der Strecke direkt für den ersten Konfliktstoff. Noch ist der für drei Veranstaltungen geplante Mini-Grand Prix am Samstag nicht in Stein gemeißelt. Das Format steht zwar bis auf kleine Details fest, nicht aber wer dafür bezahlt.

Im Moment ist die Sprint-Qualifikation nur ein Experiment, für das zusätzliche Ausgaben kalkuliert werden müssen. Wenn es funktioniert, soll es die interessierten Veranstalter mehr Geld kosten. Was dann auch zum Wohle der Teams wäre, weil sich die Ausschüttung erhöht.

Die Top-Teams probten in Bahrain den Aufstand. Sie fordern eine Kompensation für die zusätzlichen Kosten, die ein extra Rennen über 100 Kilometer verursacht. Doch warum sind 100 Kilometer Rennen teurer als ein Freies Training, in dem üblicherweise zwischen 120 und 150 Kilometer gefahren werden?

Die Teams argumentieren damit, dass gewisse Teile in einem Rennen stärker beansprucht und deshalb eher getauscht werden müssen. Und dass die Fracht teurer wird, weil man mehr Ersatzteile mitnehmen muss, um bei Unfällen gerüstet zu sein. Und die Teile müssen natürlich vorher gebaut werden, ob sie gebraucht werden oder nicht.

Toto Wolff und Christian Horner - GP Bahrain 2021
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Toto Wolff und Christian Horner hätten gerne etwas mehr Luft beim Budget-Cap.

Keine Luft mehr im Budgetdeckel

Mercedes-Teamchef Toto Wolff schätzt die Extra-Kosten für das Samstags-Spektakel auf 300.000 bis 400.000 Dollar. Guenther Steiner von Haas zweifelt: "Du kannst vorab keine Rechnung aufstellen. Wenn alles schiefgeht, hat Toto mit seiner Schätzung vielleicht Recht. Wenn du ohne Schäden durch die Sprints kommst, ist es weniger." Formel-1-Chef Stefano Domenicali: "Der Unterschied ist nicht so groß wie er gemacht wird."

Forderungen den Budgetdeckel entsprechend zu erhöhen, stoßen beim Formel-1-Management nicht gerade auf Begeistertung. Diese Tür dürfe man auf keinen Fall öffnen, weil es Schule machen würde, heißt es. "Wenn wir für alles, was wir neu probieren wollen, eine Kompensation verlangen, kommen wir nie ans Ziel. Wir sollten das große Bild nicht aus dem Auge verlieren", so Domenicali.

Wolff gibt zu bedenken, dass die großen Teams jeden Dollar zwei Mal umdrehen müssen um innerhalb der erlaubten Ausgabengrenze von 145 Millionen Dollar zu bleiben. "Wir sind in einem Bereich von ein paar 10.000 Dollar drunter und haben nicht Luft für 100.000 oder mehr."

Red Bull-Teamchef Christian Horner assistiert: "Wenn da plötzlich eine Variable dieser Größenordnung dazukommt, muss das irgendwie entschädigt werden." Dagegen wirft eine andere Stimme aus dem Fahrerlager ein: "Wir fahren in diesem Jahr in Imola statt in China. Das spart uns einen Haufen Geld. Da verlangt ja auch keiner, dass der Budgetdeckel sinkt."

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