Spritmengen-Analyse GP Shanghai

Alonso fährt nur zehn Runden

Fernando Alonso Foto: Daniel Reinhard 25 Bilder

Die Analyse der Spritmengen macht die beiden Brawn GP-Piloten auf den Plätzen vier und fünf zu den großen Sieganwärtern. Alle Autos davor haben deutlich weniger Sprit an Board - vor allem Fernando Alonso.

Bei der offiziellen Sieger-Pressekonferenz nach dem Qualifying waren weder Jenson Button noch Rubens Barrichello zugegen. Die beiden Brawn-Piloten wählten eine eher konservative Tankstrategie und mussten sich mit den Plätzen vier und fünf zufrieden geben. Doch im Rennen könnten die Favoriten wie gewohnt vorneweg fahren.

Pole-Mann Sebastian Vettel muss mit 644 Kilogramm Gesamtgewicht mindestens sechs Runden früher an die Box als Jenson Button (659 kg). Barrichellos Bolide bringt sogar noch zwei Kilo mehr auf die Waage und kann wohl noch eine Runde länger draußen bleiben. Auch Fernando Alonso mit nur 637 Kilogramm und Mark Webber (646,5 kg) sollten keine große Gefahr darstellen. Alonso ist sogar derart leicht, dass er nur einen kurzen Startstint über zehn oder elf Runden schafft. Der Spanier wird wohl mit weichen Reifen losfahren, um die ungeliebten Gummis möglichst schnell loszuwerden.

Unsicherheitsfaktor Trulli

Der Plan von Brawn GP dahinter ist einfach: Wenn die Konkurrenz zum Tanken geht, können die weißen Autos mit schnellen Runden die Spitze übernehmen und das Rennen nach Hause fahren. In dieser Strategie gibt es nur eine Unbekannte: Jarno Trulli steht auf Rang sechs nur einen Startplatz hinter Brawn. Der Italiener geht mit einem 664,5 Kilo schweren Toyoa ins Rennen und könnten theoretisch noch länger auf der Strecke bleiben als Button und Barrichello. Die müssen vor allem am Start alles daran setzen, vor dem Qualifying-Spezialist zu bleiben.
 
Auch für Nico Rosberg hat die Spritmengen-Übersicht einige unangenehme Wahrheiten parat. Die sieben Piloten hinter ihm gehen alle mit deutlich mehr Benzin an Bord an den Start. Vor allem die beiden Weltmeister Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen direkt hinter ihm könnten theoretisch acht Runden mehr fahren bis zum ersten Service.

Nelson Piquet ist am Schwersten

Während die ersten zehn Piloten mit ihrer Qualifying-Spritmenge ins Rennen gehen müssen, konnten die hinteren zehn Fahrer die Strategie frei wählen und nachtanken. Schwerster Pilot ist Nelson Piquet mit 697,9 Kilogramm auf Rang 17. Timo Glock, Robert Kubica und Adrian Sutil haben dagegen deutlich weniger Sprit nachgefüllt.

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