Stallregie bei Sauber

Das einzige Überholmanöver in Sotschi

Ericsson & Wehrlein - GP Russland 2017 67 Bilder

Die TV-Zuschauer bekamen in Sotschi nicht einen einzigen Positionskampf geboten. Die Statistiker zählten am Ende dennoch ein Überholmanöver. Wir sagen Ihnen, wer hier wen passiert hat und vor allem warum.

In den ersten Rennen der Saison bekamen die Fans jede Menge Action auf der Strecke geboten. Der Grand Prix von Russland lebte dagegen einzig und alleine von der spannenden Frage, ob Sebastian Vettel am Ende noch Valtteri Bottas einholen kann. Überholmanöver wurden abgesehen vom Getümmel in der Startrunde oder Verschiebungen durch Technik-Probleme, Strafen und Boxenstrategie nicht gesichtet.

Vermeintliches Überholmanöver bei Sauber

Null Überholmanöver in einem Rennen – wann hatte man sowas schon mal gesehen? Entsprechend groß war der Aufschrei der action-verwöhnten Fans. Doch die Statistiker hoben den Zeigefinger: Es waren gar nicht null Überholmanöver! Die Rundentabelle zeigte eindeutig an, dass sich Pascal Wehrlein seinen Teamkollegen Marcus Ericsson in der fünften Runde geschnappt hatte.

Teaser - Formel Schmidt - GP Russland 2017
Langweiler-Rennen oder F1-Krimi? 11:33 Min.

Unbemerkt von den TV-Kameras hatte es im Kampf um die vorletzte Position einen Platztausch gegeben. Sollte Wehrlein tatsächlich etwas gelungen sein, was sonst kein anderer Pilot schaffte? Und dann auch noch gegen den eigenen Teamkollegen im gleichen Auto? So einfach konnte es doch nicht sein. Doch das Rätsel zu klären, war gar nicht so einfach.

Der erste Blick auf die Zeitentabelle machte auch nicht viel schlauer. Ericsson verlor in der betreffenden Runde 2 Sekunden. Wehrlein verlor fast gar keine Zeit, was bei einem Überholmanöver eher ungewöhnlich ist. Die GPS-Daten halfen auch nicht viel weiter. Dort war zu erkennen, dass die Sauber auf der kurzen Gerade zwischen den Kurven 4 und 5 die Positionen wechselten. Dort kann man aber eigentlich gar nicht überholen.

Sauber ordnet Platztausch an

Erst die Nachfrage beim Team löste das Rätsel auf. Sauber hatte den Platztausch von der Boxenmauer angeordnet. Doch warum musste Ericsson seinen Kollegen vorbeilassen? Die Erklärung für die Stallregie war einfach und logisch: Als das Safety-Car in der ersten Runde auf die Strecke kam, hatte Sauber schnell reagiert und den auf dem letzten Platz liegenden Ericsson an die Box geholt. Der Schwede tauschte die langsamen Supersofts gegen frische Ultrasofts.

Weil auch Pascal Wehrlein aussichtslos auf Supersofts im Hinterfeld unterwegs war, wurde der Mercedes-Junior nach einer Runde Bedenkzeit ebenfalls zum Boxenstopp gerufen. Ericsson konnte nach seinem Wechsel relativ schnell wieder auf das Feld aufschließen. So kam Wehrlein hinter seinem Teamkollegen auf die Strecke zurück.

Ericsson hatte damit nur durch die Team-Strategie unfair einen Platz gewonnen. Das war natürlich nicht im Sinne der Strategen. Wegen des Überholverbots unter dem Safety-Car konnte die alte Reihenfolge aber erst nach dem Restart wieder hergestellt werden, was der Sauber-Kommandostand dann auch anordnete.

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