Lewis Hamilton & Valtteri Bottas - Mercedes - GP Belgien 2017 Wilhelm
Impressionen - GP Belgien 2017
Lewis Hamilton - GP Belgien 2017
Esteban Ocon - GP Belgien 2017
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Stallregie bei Mercedes?

Alle Karten jetzt auf Hamilton?

Lewis Hamilton hat den Rückstand auf Sebastian Vettel auf 7 Punkte verkürzt. Und seinen Vorsprung auf Valtteri Bottas auf 34 Zähler ausgebaut. Steht damit fest, dass Mercedes seine Karten in Zukunft auf Hamilton setzt?

Valtteri Bottas war die Enttäuschung anzusehen. Der WM-Dritte brachte in Spa das ganze Wochenende keinen Fuß auf den Boden und landete nur auf dem 5. Platz. „Nur im zweiten Stint im Rennen konnte ich das Tempo von Lewis und Sebastian mitgehen. Es gab sogar ein paar Runden, in denen ich aufgeholt habe“, streicht Bottas heraus. Doch dann treibt ihn der Frust um: „Den Rest kam ich einfach nicht auf Speed. Mir fehlte generell Grip. Und ich hatte Probleme mit der Traktion.“

Teamchef Toto Wolff suchte wie sein Fahrer nach Antworten. „Valtteri hat die meiste Zeit beim Beschleunigen aus der Busstop-Schikane und der La Source-Haarnadel verloren. Das sind doch keine schweren Kurven.“ Auch Bottas rätselte: „Ich habe keine Erklärung dafür, warum ich so viel Zeit verloren habe. Ich hatte auch viel mehr Probleme als Lewis hinter dem Safety-Car die Soft-Reifen auf Temperatur zu halten. Die ersten eineinhalb Runden nach dem Re-Start fuhr ich wie auf Eis.“

Für Lauda zählt jeder Punkt

Während Hamilton den Abstand zu Vettel verkürzte, fiel der dritte WM-Kandidat nun doch recht deutlich zurück. Auf Vettel fehlen 41 Punkte, auf Hamilton 34. Da spricht viel dafür, dass Mercedes langsam seine Karten auf Hamilton setzt. Zumal man schon in Ungarn 3 Punkte geopfert hatte, um dem Fairplay gerecht zu werden. Aber Vettel und Ferrari sind einfach zu gut, dass man ihnen noch mehr Geschenke machen könnte.

Valtteri Bottas - GP Belgien 2017
Wilhelm
Bottas konnte das Hamilton-Tempo in Spa nicht mitgehen.

Bottas wehrt sich noch gegen die Vorstellung, wie sein Landsmann Kimi Räikkönen nur noch zweite Geige spielen zu müssen: „Es sind noch acht Rennen. Da liegen noch Punkte auf dem Tisch. Lewis und Sebastian hatten noch keinen Ausfall. Ich wünsche ihnen zwar keinen, aber das ist ein Fakt. Es kann immer etwas passieren. Es liegt jetzt an mir. Ich muss nur auf die Pole Position und dann an der Spitze meinen Gegnern davonfahren.“

Zu früh für Stallregie

Auf das Thema Stallregie angesprochen meinte der 28-jährige Finne: „Ich mache mir zu dem Thema keine Gedanken, weil ich mich nicht negativ belasten will. Es ist klar, dass sich das Team ab einem bestimmten Punkt in der Saison auf einen Fahrer festlegen muss. Aber der erscheint mir noch ein bisschen früh.“

Auch Toto Wolff gibt eine diplomatische Antwort. „Ferrari kann man nur besiegen, wenn alles passt. Trotzdem wollen wir uns so lange wie möglich alle Optionen offenhalten. Es gibt kein Handbuch zur Lösung dieses Problems. Du kannst vorher nie alle Szenarien abdecken, weil es immer anders kommt, als du denkst. Ferrari hat den Luxus, dass einer ihrer Fahrer deutlich vor dem anderen liegt. Wir werden uns bei jeder Rennsituation individuell entscheiden.“ Niki Lauda sieht das Thema natürlich wieder schwarz und weiß. „Das Herschenken von Punkten muss aufhören. Ich bin einmal mit einem halben Punkt Weltmeister geworden und deshalb ein gebranntes Kind. Jeder Punkt kann am Ende wichtig sein.“

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Spa ist eine Mercedes-Strecke, doch Ferrari war schneller.

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