Start am Nürburgring

Höllenritt durch die erste Kurve?

Lewis Hamilton 2009 Foto: xpb 81 Bilder

Am Nürburgring ist der Start immer ein besonderes Nervenspiel. Am Ende der Zielgeraden wartet eine enge Haarnadel, die Kollisionen geradezu provoziert. Mit Mark Webber und Lewis Hamilton stehen zudem zwei Piloten an der Spitze, die nicht freiwillig zurückstecken werden. Sebastian Vettel könnte der lachende Dritte sein.

Das Qualifying am Nürburgring hat Appetit auf mehr gemacht. Nur dreieinhalb Zehntel lagen am Ende zwischen den vier Autos in den ersten beiden Startreihen. Überholen ist bekanntlich schwierig in der Eifel. Also wird der Start wieder eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Plätze auf dem Podium spielen.

Webber wartet auf erste Führungsrunde

Mark Webber hat sich wie schon 2009 die beste Ausgangsposition gesichert. Zum dritten Mal steht der Australier in dieser Saison auf dem ersten Startplatz. Bei seinen zwei ersten Pole Positions in Barcelona und Silverstone hatte der Red Bull-Pilot aber nicht lange seine Freude daran. Einmal fuhr ihm Fernando Alonso vor die Nase, beim zweiten Mal war es Teamkollege Sebastian Vettel. Einen Führungskilometer konnten die Statistiker noch nicht für Webber verbuchen.

Dabei ist der Routinier eigentlich nicht bekannt dafür, dass man auf den ersten Metern leicht an ihm vorbeikommt. 2009 sorgte ein Blockier-Manöver gegen Rubens Barrichello am Start für eine Durchfahrtsstrafe. Auch das Auto von Lewis Hamilton touchierte Webber damals, was zu einem Reifenschaden am McLaren führte. Am Ende ließ sich der 34-Jährige aber von den Startproblemen nicht aufhalten und feierte seinen ersten Grand Prix-Sieg.

Startduell mit Lewis Hamilton

Gerne würde Webber das Kunststück am Sonntag an gleicher Stelle wiederholen. Erneut wird es in der ersten Kurve zum Duell mit Lewis Hamilton kommen. Der Engländer ist ebenfalls als guter Starter bekannt, der keinen Zentimeter Platz machen wird.

Dabei sind die Starts am Nürburgring eigentlich auch so schon spannend genug. Die Anfahrt zur ersten Kurve ist sehr breit. Hier haben viele Autos nebeneinander Platz. Doch dann müssen sich alle in die erste Haarnadel einfädeln. In der Anbremszone fällt die Strecke auch noch ab. Verbremser sind hier keine Seltenheit.

Webber: "Es wird wieder sehr eng"

In diesem Jahr ist allerdings etwas anders. Die Startlinie wurde um 240 Meter nach vorne verlegt. Der Anlauf in die erste Kurve ist nicht mehr ganz so lang. "Dadurch ändert sich der Bremspunkt. Es wird auf jeden Fall wieder sehr eng", blickt Webber voraus. Sebastian Vettel steht neben Fernando Alonso in der zweiten Reihe. Er könnte vom Duell Webber vs. Hamilton profitieren.

Der Weltmeister will bei seinem Heimspiel nicht auf Nummer sicher gehen, sondern angreifen: "Wichtig ist, dass das KERS funktioniert", erklärte der Deutsche. Der Hybrid-Boost ist auf den ersten Metern besonders nützlich. Bei dem verkürzten Anlauf könnte ein erneuter Defekt des anfälligen Red Bull-KERS schon früh alle Siegesträume durchkreuzen.

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