Lewis Hamilton GP Ungarn 2014 Mercedes Dani Reinhard
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Sauber - Technik - Bahrain Test 2 - 2014
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Start aus der Boxengasse

Hamilton braucht neues Chassis

Lewis Hamilton wird den GP Ungarn aus der Boxengasse starten müssen. Das Feuer, das durch ein Benzinleck im Bereich der Hochdruckpumpe entstanden ist, hat das Chassis schwer beschädigt und im Heck des Autos eine große Verwüstung angerichtet.

Das erste Anzeichen war ein Alarm. Die Mercedes-Ingenieure lasen auf ihren Bildschirmen ab, dass Lewis Hamilton in seiner ersten fliegenden Runde illegal unterwegs war. "Der Wert für die Benzindurchflussmenge ist plötzlich weit über die erlaubten 100 Kilogramm pro Stunde gestiegen. Trotzdem fuhr Lewis noch eine Rekord-Sektorzeit", berichtet Technikdirektor Paddy Lowe und fügt hinzu. "Zuerst dachten wir, das der Fehler im Messgerät liegt, doch dann ist der Benzindruck von 200 auf 100 bar gesunken. Dann war klar: Das muss ein Leck sein."

In den letzten drei Kurven schleppte der Mercedes mit der Startnummer 44 eine stattliche Flamme hinter sich her. Wo genau das Benzin zuerst ausgetreten ist, konnte wegen der starken Verwüstungen noch nicht lokalisiert werden. "Es war eine große Menge Benzin, die da ausgelaufen ist. Irgendwo im Bereich der Hochdruckpumpe außerhalb des Tanks. Die liegt im V des Motors und damit sehr tief im Auto. Das hat für die starken Beschädigungen gesorgt."

Hamilton langsam knapp mit Teilen

Auf die Frage, welche Teile ein Raub der Flammen wurde, lächelt Lowe gequält: "So ziemlich alles bis auf die Vorderradaufhängung." Ob das Chassis selbst noch zu retten ist, kann in der Kürze der Zeit nicht festgestellt werden. "Es würde zu lange dauern, um es nach Öffnung des Parc fermé bis zum Rennstart zu reparieren. Wir müssen das Auto aus dem Parc fermé holen und von Grund auf neu aufbauen, wenn wir rechtzeitig fertig werden wollen", verrät Lowe. Damit ist klar: Hamilton wird am Sonntag nicht von Platz 21 starten, sondern aus der Boxengasse.

Kurz nach dem Zwischenfall rollten Mercedes-Mechaniker ein Ersatzchassis aus dem Lastwagen. Auch die gesamte Antriebseinheit wird getauscht. Dazu Lowe: "Wir können später schauen, welche Komponenten überlebt haben." Besonders bitter: Die Antriebseinheit sollte in Ungarn ihr letztes Rennen bestreiten.

Da der Motor auf dem Hungaroring nicht besonders gefordert wird, baute Mercedes Hamilton einen V6 älteren Datums ein. Auch der Turbolader, die MGU-K und die MGU-H stammen aus früheren Beständen. Batterie und Steuergeräte haben den Brand überlebt. Beim nächsten Grand Prix in Spa muss Mercedes dann aber neue Komponenten einsetzen. Hamilton wird damit bereits in den gefährlichen Bereich geraten, was die Anzahl seiner Aggregate anlangt. Bei Motor, Turbolader, Batterie, MGU-K und MGU-H und den Elektronikboxen droht ihm der Einsatz des jeweils vierten Aggregats. Fünf sind maximal erlaubt. Ab der sechsten Einheit setzt es Strafversetzungen in der Startaufstellung.

Motorsport Aktuell Lewis Hamilton GP Ungarn 2014 Mercedes Hamilton mit Pechsträhne Hamiltons Mercedes in Flammen

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