Start ins Ungewisse

Erhöhte Crash-Gefahr auf den ersten Metern

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - GP Mexiko - 30. Oktober 2015 Foto: ams 65 Bilder

In Mexiko gibt es am Start eine erhöhte Chance auf Chaos. Der rutschige Asphalt, die neue Strecke und die ultralange Anfahrt auf die erste Kurve könnten die Reihenfolge gehörig durcheinander wirbeln. Die Piloten wissen noch nicht, was sie erwartet.

Erinnern Sie sich noch an das erste Rennen in Austin? Beim Debüt des GP USA 2012 ließ Ferrari am Auto von Felipe Massa absichtlich ein Getriebesiegel öffnen, damit der Brasilianer in der Startaufstellung nach hinten rutscht. Zweck der Geschichte: Man wollte Fernando Alonso auf die saubere Grid-Seite bringen. Der Trick gelang. Alonso machte von Platz 7 direkt Boden gut und landete am Ende sogar auf dem Podium.

Warum wir Ihnen diese Geschichte erzählen? Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Unterschied zwischen den beiden Seiten der Startaufstellung auf neuen Strecken immer besonders groß ist. Neben der Rennlinie herrscht deutlich weniger Grip als auf der regulären Fahrspur. Daniel Ricciardo, der mit einem ungeraden Startplatz in Mexiko auf der richtigen, linken Seite steht, sagt sogar: "Mein fünfter Platz ist besser als Platz 4."

Hamilton hofft auf Windschatten von Rosberg

Lewis Hamilton sieht das etwas anders. Der Weltmeister muss seinem Teamkollegen Nico Rosberg den Vortritt lassen, ist aber überzeugt: "Platz 2 ist hier besser als die Pole Position." Hamilton hat dabei aber nicht den Grip im Kopf sondern den Windschatten. 800 Meter ist die Distanz von der Pole Position auf die erste Kurve - so lang, wie bei keinem anderen Rennen dieser Saison.

"Der Start wird sicher ziemlich hektisch", befürchtet Ricciardo. "Ich hoffe, ich komme gut weg. Auf halben Weg zur ersten Kurve möchte man aber nicht ohne Windschatten dastehen. Sonst wird man leichte Beute. Die erste Kurve ist wie ein Flaschenhals. Da wird es sehr eng zugehen."

Die Piloten wissen noch nicht, was sie auf dem langen Weg erwartet. "Ich werde gedanklich alle möglichen Szenarien durchspielen", erklärt Hamilton. "In Russland hatten wir auch einen langen Weg zur ersten Kurve und Nico hat es geschafft, vorne zu bleiben. Ich muss also etwas anders machen."

Platzverschiebungen am Start

Carlos Sainz erwähnt noch einen anderen Aspekt. "Durch den langen Weg macht es für die Piloten nach den Top-Ten keinen Sinn auf den Medium-Reifen zu starten. Der Nachteil in Sachen Grip ist so groß, dass man viele Plätze verlieren würde."

Auch die Ingenieure zermartern sich den Kopf vor dem Start. "Wir wissen noch nicht genau, wie wir die Kupplung einstellen müssen", erklärt Williams-Pilot Valtteri Bottas. Wenn das Auto erst einmal die Garage verlassen hat, kann nichts mehr angepasst werden.

Der Grip hat sich das ganze Wochenende stark verändert. Die Chance ist also groß, dass es schon auf den ersten Metern zu größeren Verschiebungen im Feld kommt, weil es nicht alle gleich perfekt hinbekommen werden.

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